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welten:honk:tiere:hundearten [27.11.2016 00:24] (aktuell)
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 +====== Hunde ======
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 +Die Hundeartigen (Canoidea, manchmal auch Caniformia) sind eine Überfamilie innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora). Sie besitzen meistens eine spitze Schnauze und sind häufig Zehengänger,​ deren Krallen sich nicht einziehen lassen (im Gegensatz zu ihrer Schwestergruppe,​ den Katzenartigen (Feloidea)). Auch die Robben entwickelten sich aus hundeartigen Vorfahren und sind daher mit ihren drei Familien dieser Gruppe zuzuordnen.
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 +Die Hundeartigen werden in folgende Familien unterteilt, wobei sich dieser Artikel mit den Haus-, Kampf-, Wildhunden (also den domestizierten und ausgewilderten) befasst:
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 +  * Hunde (Canidae)
 +  * Bären (Ursidae)
 +  * Walrosse (Odobenidae)
 +  * Ohrenrobben (Otariidae)
 +  * Hundsrobben (Phocidae)
 +  * Kleine Pandas (Ailuridae)
 +  * Skunks oder (Mephitidae)
 +  * Kleinbären (Procyonidae)
 +  * Marder (Mustelidae)
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 +Eine weitere Familie, die Amphicyonidae,​ ist im Miozän ausgestorben.
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 +{{:​welten:​honk:​tiere:​evolution_der_hundeartigen.jpg|}}
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 +====== Aussehen =====
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 +Hunde verfügen über die vierbeinige Anatomie der Zehengänger und einen Schweif. Bei den meisten Arten sind die Ohren abstehend und drehbar. Die Schnauze ist im Allgemeinen vorstehend. Je nach Klimazone kann das Fell verschiedene Längen und Dicken haben, ist aber immer und in verschiedenen Farben vorhanden. \\ 
 +Das Ohr des Hundes ist hoch entwickelt. Es kann deutlich höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen. Normalerweise zwischen 15 und 50 000 Hertz, obwohl auch Fälle dokumentiert sind, in denen eine Frequenz von 100 000 Hertz wahrgenommen wurde. Die beweglichen Ohrmuscheln des Hundes lassen ihn Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten als ein Mensch das könnte. Sie sind neben der Hörfähigkeit wichtig als „Signalgeber“ für die optische Kommunikation. \\ 
 +Früher ging man von der Annahme aus, dass Hunde nur Graustufen sehen könnten. Aber nach neueren Erkenntnissen sehen Hunde Farben, sind aber rot-grün-blind. Bei Hunden ist (wie bei den meisten anderen Säugetieren,​ aber nicht beim Menschen) der Augenhintergrund „verspiegelt“. Diese Tapetum lucidum genannte Schicht reflektiert einfallendes Licht, so dass es ein weiteres Mal auf die Stäbchen trifft. Hunde können in der Dämmerung daher sehr viel besser sehen als Menschen. Der Hund hat nur (zwei der drei, beim Menschen vorhandenen) unterschiedliche Zapfentypen,​ die für Grün und Blau empfindlich sind. Dadurch wird nur ein Teil des menschlichen Farbspektrums abgedeckt: Rot ist eine Farbe, die der Hund nicht erkennt. Das Farbensehen der Hunde ist etwas in Richtung Ultraviolett verschoben und endet durch den fehlenden Rot-Rezeptor bei Gelb. Es gibt aber noch andere gravierende Unterschiede:​ das Hundeauge ist im Bereich 430 nm – dem Blaubereich – am empfindlichsten,​ das menschliche Auge im Bereich 550 nm (grün/​gelb). Die Sehschärfe ist vermutlich geringer als beim Menschen und auf Bewegung optimiert. Stillstehende Dinge werden durch das Gehirn unterdrückt,​ also kaum wahrgenommen. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Beute des Wolfes optisch selektiert werden muss, da sie sich bewegt. Das Sichtfeld des Hundes beträgt etwa 240 Grad im Vergleich zu 200 Grad beim Menschen. Der Bereich, in dem der Hund dreidimensional sehen kann, ist mit rund 90° etwas kleiner als derjenige des Menschen (120°). \\ Die Nase, das Riechorgan des Hundes, ist wesentlich empfindlicher als die des Menschen. Hunde zählen zu den Nasentieren (Makrosmatikern). Grob zu erkennen ist der ausgeprägtere Geruchssinn schon an der Anzahl der Riechzellen,​ wobei es zwischen den Hunderassen erhebliche Unterschiede gibt. In etwa kann man sagen: je länger die Hundeschnauze,​ desto besser das Riechvermögen. So hat der Mensch fünf Millionen Riechzellen,​ der Dackel 125 Millionen und der Schäferhund 220 Millionen. Für seine Riech- und Spürfähigkeiten wird der Bloodhound (oder auch Hubertushund) mit seinen 300 Millionen Riechzellen ganz besonders gerühmt. Zur Beurteilung der Riechleistung reicht das aber bei Weitem nicht aus. Messungen haben ein im Vergleich zum Menschen etwa eine Million Mal besseres Riechvermögen ergeben. Der Hund kann in kurzen Atemzügen bis zu 300 Mal in der Minute atmen, so dass die Riechzellen ständig mit neuen Geruchspartikeln versorgt werden. Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Gehirn. Hier werden die eintreffenden Daten verarbeitet und ausgewertet. Da die Nase (ähnlich wie beim Sehen) rechts und links differenzieren kann, können Hunde „Stereo“ riechen. Auf diese Weise ist der Hund fähig, die Richtung einer Spur zu beurteilen und selbst eine alte Spur zu verfolgen. Das Riechhirn ist im Vergleich zum Menschen riesig, denn es macht allein zehn Prozent des Hundehirns aus (im Vergleich: ein Prozent beim Menschen). Dabei muss unterschieden werden zwischen der „mechanischen“ Spur und der Duftspur. Heute ist es üblich, den Hund (im speziellen Hundesport: zum Beispiel Schutzhund) auf die mechanische Spur zu trainieren, also auf den Geruch von Verletzungen des Erdbodens wie geknickte Pflanzen und so weiter. Eine kreuzende, zur gleichen Zeit angelegte Spur kann so zu einer Fehlsuche führen, da beide Spuren für den Hund gleichwertig sind. Die Duftspur ist für den Hund eindeutig, weil jeder „Duftspender“ eine eindeutige „Geruchsfarbe“ hat. Sehr gute Spürhunde können eine solche Spur noch nach Tagen eindeutig aufnehmen und verfolgen, sogar mitten durch eine Stadt, durch viele parallele und kreuzende Fremdspuren hindurch. Hunde „schmecken“ Gerüche auch über das Jacobsonsche Organ (Vomeronasalorgan),​ das sich im Gaumen befindet. Dieses transportiert die aufgenommene Information sofort an das Limbische System. Es ist für die Entstehung von Gefühlen, das Triebverhalten und für die Bildung von Hormonen verantwortlich. \\ Hunde besitzen Geschmacksknospen auf den Papillen der Zunge, aber auch auf dem Gaumendach und am Eingang des Schlundes. Insgesamt verfügt der Haushund über 1700 solcher Geschmacksknospen (der Mensch hat 9000). Um Geschmack wahrnehmen zu können, müssen Moleküle im Speichel gelöst werden, weshalb Hunde über vier Paar Speicheldrüsen verfügen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Speichel – einen eher wässrigen, der für die Gemüsenahrung zuständig ist, und einen eher schleimigen,​ der Moleküle der Fleischnahrung löst. Hunde reagieren auf die gleichen Stoffe wie der Mensch (Süßes, Saures, Bitteres und Salziges), allerdings sprechen sie weniger stark auf salzige Nahrung an. Zusätzlich können sie aufgrund spezieller Rezeptoren, die vor allem auf der Zungenspitze liegen, Fleisch- und Wassergeschmack wahrnehmen. Generell lehnen Hunde Saures und Bitteres ab; sie bevorzugen außerdem Fleisch vor Gemüse (vor allem Rinder- und Schweinefleisch). Die verschiedenen Regionen der Geschmackswahrnehmung auf der Zunge sind etwas anders angeordnet als beim Menschen. So reagiert der seitliche Teil der Zunge auf süße, salzige und saure Nahrung, während der hintere Zungenteil auf Bitteres anspricht. Die Rezeptoren, die fleischige Nahrung anzeigen, sind auf der ganzen Zunge verteilt, kommen jedoch auf dem ersten Drittel gehäuft vor. \\ Der Tastsinn ist für Hunde sehr wichtig, da sie über Berührungen soziale und emotionale Bindungen mit anderen Hunden und Menschen aufbauen. Durch Berührungen können Hunde messbar beruhigt werden – der Puls wird langsamer und die Atmung regelmäßiger. Vibrissen, die Schnurrhaare,​ sind beim Hund nicht so ausgeprägt wie bei der Hauskatze. Hunde nehmen Berührungen vor allem über die Haut und mit Hilfe ihrer Vibrissen wahr. Sie verfügen über zwei verschiedene Arten von Rezeptoren in der Haut. Zum einen gibt es Rezeptoren für den Oberflächenkontakt,​ die sich direkt unter der Haut befinden und die Bewegungen der Haare auf die Rezeptoren am Haarfollikel übertragen,​ und zum anderen existieren Rezeptoren für stärkeren Druck, welche tiefer unter der Haut sitzen. Die Nase und die Lippen des Hundes reagieren besonders stark auf Druck, da dort besonders viele Sinnesnerven enden. Über die Pfoten können Vibrationen wahrgenommen werden. Im Gesicht hat der Hund Vibrissen, welche starrer als normale Körperhaare sind und zudem tiefer in die Haut reichen. An der Basis der Vibrissen befinden sich zahlreiche Tastrezeptoren. Man nimmt an, dass die Vibrissen für den Hund sehr wichtig sind, da 40 % des für den Tastsinn verantwortlichen Gehirnabschnittes für das Gesicht zuständig sind. Die Vibrissen dienen dem Hund als Frühwarnsystem,​ um sich vor einem Zusammenstoß oder Augenverletzungen zu schützen. Deshalb sollten Hunden die Vibrissen niemals entfernt werden. Die Vibrissen sind so sensibel, dass sie einen Gegenstand nicht einmal berühren müssen, um ihn wahrzunehmen – die im Vorbeigehen entstehenden Luftwirbel reichen zur Wahrnehmung aus. Hunde besitzen ausschließlich Kältesensoren. Eine Ausnahme ist die Nase, in der sich Wärmesensoren befinden. Diese dienen besonders den Welpen dazu, nach der Geburt zur Mutter zu finden. Bei der Berührung mit heißen Gegenständen reagieren Hunde mit ihren Schmerzrezeptoren,​ nicht mit Wärmesensoren. Hunde können wie Menschen Schmerz empfinden. Es ist bewiesen, dass sich Hunde nach Operationen schneller erholen, wenn Schmerzmittel eingesetzt wurden – sie beginnen nach der Operation früher zu fressen und trinken, stehen schneller auf und können früher nach Hause. Evolutionsbedingt verbergen Hunde Schmerzen jedoch oft, um nicht aus dem Rudel verstoßen zu werden. Indizien für Schmerzen können Winseln, Kläffen, starkes Hecheln, ein schneller Atem, Zittern, Unruhe, Rückzug oder Aggressionen bei Berührung, Lecken/​Benagen der schmerzenden Körperteile,​ schneller Puls, erweiterte Pupillen oder eine erhöhte Körpertemperatur sein.
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 +===== Lebensweise =====
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 +Hunde sind im Allgemeinen sehr soziale und Sozialkontakt bedürftige Wesen mit einer erkämpfbaren Rangfolge und einem instinktiven Rudelverhalten. Bei den meisten Rassen gibt es ein Alphamännchen und gelegentlich ein Alphaweibchen. Die Weibchen sind entweder mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt oder agieren als Rudelmitglieder. \\ Das Rudel lebt, jagt und wandert (wenn nötig) zusammen. Im Fall von Hunden die von einer anderen Spezies gehalten werden, finden mehr oder weniger die selben Kämpfe um die Rangordnung statt, wobei der/die Hund/e meistens unterliegen
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 +==== Fortpflanzung ====
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 +Der Eintritt der Geschlechtsreife wird beim weiblichen Hund durch die erste Läufigkeit gekennzeichnet,​ die im Alter von sieben bis 14 Monaten auftritt. Rüden erlangen ihre Zeugungsfähigkeit in etwa dem gleichen Alter. Kleinere Hunde werden im Allgemeinen früher geschlechtsreif als Hunde großer Rassen. Hunde unterliegen einer ausgeprägten,​ etwa halbjährlichen Brunstperiodik. Mit einem durchschnittlichen Läufigkeitsintervall von fünf bis sieben Monaten zählen sie zu den saisonal diöstrischen Tieren. Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer der Hündin beläuft sich auf 63 bis 65 Tage. Die Anzahl der Welpen pro Wurf (Geburt oder 3 W4 bzw. 1 W10 +2) schwankt etwa zwischen drei und zwölf Tieren.
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 +==== Kampfverhalten ====
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 +Ein Hund greift entweder ein Ziel nur an, wenn der Schutzinstinkt oder der Jagdinstinkt angesprochen wird. \\ Im ersteren Fall, kämpft der Hund so lange, bis die Bedrohung auf einem, für ihn akzeptablen Abstand ist. \\ Im zweiten Fall bestehen die Möglichkeiten Beute erlegen/​apportieren und einen höheren Rang. Die Rangkämpfe enden nur mit dem Tod eines der Opponenten, wenn einer von ihnen schon geschwächt ist oder eine dritte Partei Einfluß auf die Kämpfer nimmt, wie z.B. bei Hunderingkämpfen. \\ Die übliche Kampftaktik besteht darin das Ziel entweder umzuwerfen oder sonstwie zu Boden zu bringen und anschließend in die größeren Weichteile des Körpers wie Kehle & Bauch zu beißen. Viele Hunderassen beißen sich fest und schütteln das gebissene Wesen.
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 +===== Erzeugnisse & Erbeutbares =====
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 +Die häufigsten Zwecke in denen sich eine Spezies Hunde zunutze macht sind Jagd, Bewachung, Gesellschaft und als „Werkzeug“ (z. B.: Hütehunde & Apportierhunde) \\ Fell, Fleisch und Sehnen wie Knochen geben nicht unbedingt optimale, wenn auch gut zu verarbeitende Rohstoffe für verschiedenste Zwecke ab.
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 +==== Haushunde ====
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 +==== Kampfhunde ====
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 +==== Wildhunde ====
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 +===== Spieldaten =====
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 +Größenklasse:​ klein bis menschengroß (30 cm bis 1,5 m Schulterhöhe)
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 +**Konstitution:​** 6-8 \\ 
 +**Stärke:​** 2 - 8 \\ 
 +**Geschick:​** ?? \\ 
 +**Schnelligkeit:​** ?? \\ 
 +**Willenskraft:​** 2 - 10 \\ 
 +**Intelligenz:​** 2 - 4 \\ 
 +**Intuition:​** ?? \\ 
 +**Selbstbewußtsein:​** 2 - 10 \\ 
 +**Charisma:​** ?? \\ 
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 +**Grundbewegung:​** 1,5 - 3,75 m/s \\ 
 +**Wuchtreduktion:​** 1 (die dickeren Felle) \\ 
 +**Schadensreduktion:​** 0 \\ 
 +**Bißschaden:​** Schärfe 4 \\ 
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 +//Werwolf, 2010/12/07 14:53 //
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 +~~DISCUSSION~~
  
 
 
 
     
 
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