Nubié

Ein Nubier blickt in den Abend Es heißt, dort wo die Felsen Rot sind und wie Eis in ein Meer aus Sand zerschmelzen, hinter dem Land der Sarikarden gäbe es Geister, von den Sonnen gebrannt, bis sie schwarz wie die Nacht waren, wenn sie am dunkelsten ist. Es sind böse Geister, die von den Sarikarden mit kostbaren Opfergaben gnädig gestimmt werden müssen. Denn sie besitzen die Fähigkeit über den Sand zu fliegen und alles was sie berühren zerfällt zu Staub.
— Nandukai Psalimdor, über das Geisterland in der Wüste

Nubier sind Schakalsmenschen aus der Wüste. Sie sind sehr schlank, haben schwarze Haut, sind schnelle Läufer, gefürchtete Krieger und schlechte Handwerker.


Regeltechnisch

Attributsmodifikatoren
  • ST -1
  • KO +1
  • WK +1
  • IN +1

Besondere Eigenschaften

  • Grundbewegungsrate: 4 m/s
  • gefühllose Sohlen: +1 Schwierigkeit für Schleichen-Proben; hitzeunempfindlich bis 150°
  • hoher Schwerpunkt: -3 Standfestigkeit
  • Balanceschwanz: -1 Schwierigkeit auf Balance-Proben
  • Klauenhände: Schärfe 6 bei waffenlosem Schwinger und Gerade; +1 Schwierigkeit für alle Handwerke, die Fingerfertigkeit erfordern
  • Klauenbwährte Füße: Schärfe 5 bei Tritt ohne Schuhe
  • Raubtiermaul: Schärfe 6 bei Biss

Kosten
215EP

Aussehen

Ein Nubier, siegreich gegen einen Feind Knochenbau der Beine und Hüfte Nubier sehen aus wie eine Mischung aus Mensch und Schakal.

Tatsächlich gehören sie zu den Anthropcanoidae, Hundeartigen die an die menschliche Anatomie erinnern jedoch einen völlig unterschiedlichen evolutionären Zweig entstammen.

Sie haben eine sehr langgestreckte schmale Gestalt und erreichen eine Körpergröße von 2,10 bis 2,50m. Auffällig sind ihre extrem langen Beine, welche an die Hinterläufe der meisten Vierbeiner erinnern, sie laufen also praktisch auf den Zehen. Die Zehen bilden einen vergleichsweise breiten Fuß, der an der Unterseite vollständig verhornt und damit temperaturunempfindlich ist. Zehen und Finger sind Krallenbewährt, welche nicht eingefahren werden können. Die Arme sind sehr lang und gehen bis zur Mitte der Unterschenkel. Neben dem schakalsähnlichen Kopf mit großen Ohren fällt besonders der knochige über 3m lange Schwanz auf. Die Haut ist anthrazitschwarz und haarlos, bis auf einen bräunlichen Borstenkamm über den gesamten Rücken, bis in die Mitte des Schwanzes. Die Wirbel haben Fortsätze, die sich entlang des Rückenkamms als Ausbuchtungen abzeichnen. Es gibt nur zwei Augefarben: Dunkelbraun bis schwarz und gelb.

Nubier erreichen ein Gewicht von maximal 140kg, bei maximal 2,40m Größe. Durchschnittlich sind 90kg bei 2,2m.

Nubier tragen traditionell keine Kleidung außer einem Ledenschurz, gehalten durch einen Gürtel und diverse Schmuckstücke. Insbesonders Pektorale, Halsketten und Armreife werden getragen, wenn sich Nubier das leisten kann.

Lebensräume

Die Nubier wohnen im Süden der Wüste Arsentia Nubier gibt es nur in einem kleinen Gebiet im Süden der Wüste Arsentia. Obwohl die Nubier ein großes Gebiet bejagen, konzentriert sich ihr gesellschaftliches leben auf einige wenige fruchtbare Oasen. Im Zentrum ihres Reiches befindet sich die Hauptstadt Amun Naték in der Oase Sarlevar.

in Sarlevar tritt der Unterirdische Fluss Ganikea an die Oberfläche und macht dort ein verhältnismäßig großes Gebiet zum Ackerbau nutzbar.

Geschichte

Nubier leben seit Jahrtausenden in dem für die meisten anderen Lebensformen totbringenden Terrain der Sand- und Felswüste Arsentias. Aus der ursprünglich aus reinen Jägern bestehenden Kultur entwickelte sich eine Gesellschaft, die mit Ackerbau und Viehzucht eine erstaunliche Hochkultur aufbauen konnte. Verantwortlich für diese Entwicklung war der Kontakt der Nubier mit einer deutlich weiter entwickelten Oase von Ogirn in den Norasentischen Bergen. Die Ogir versorgten das Nomadenvolk mit Wissen über Ackerbau und Viehzucht, nachdem sie einige Schamanen der Nubier in ihrer Sprache unterrichtet hatten. Durch die Kultivierung von Savannengras, Neftarbüschen und Olivenbäumen konnten die Nubier eine Viehzucht aufbauen, die tausende von Nubiern mit Fleich versorgen konnte. Durch das daraus resultierende Bevölkerungswachstum wurde die auf einfachen Stammesstrukturen aufbauende Gesellschaft in eine organisatorische Krise gestürzt. Aus einer kurz andauernden Anarchie, in der praktisch die gesamte spirituelle Elite ausgelöscht wurde, ging eine herrschende Krigerkaste hervor, die die Nubier einigte und eine Monarchie etablierte. Die Norarsentischen Ogir versuchten politisch zu intervenieren, um die schmanische Naturreligion wieder herzustellen, wurden aber im ersten Krieg der jungen Monarchie vernichtend geschlagen.

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Geschichte des nubischen Reiches zu einer Geschichte der Gewalt. Nachdem andere Beduinen von den Oasen um die Hauptstadt vertrieben waren, breitete sich das Reich nach Westen aus, bis zum Unterlauf des Sesurai. Der damalige König Sesmei Démikal Thédan entschied sich gegen eine weitere Expansion und überzog die östlichen Srikardenlande stattdessen mit Terror. Da die Plünderungen wenig verwertbaren Wohlstand brachten, drohte das Unternehmen zu scheitern, doch durch ein Missverständnis glaubte der Pharao der Sarikarden an ein erscheinen des Totengottes Anubis und ging auf Verhandlungen ein. Diese garantierten den Nubiern in einem Rhythmus von jeweils 4 Jahren größere Lieferungen an Getreide, Schweinen und Schmuckstücken.

Um der neuen Götterrolle gerecht zu werden, baute Sesmei Démikal Thédan seinen Staat auf eine zur neuen Rolle passenden religiösen Monarchie um. Der kinderlose König adoptierte sechs Jahre vor seinem Tod Enaruil Alghabir Ghulbodan, der eine bis heute Regierende Dynastie Begründete.

Bis heute tragen die nubischen Könige den Titel Thédan, aus Respekt vor dem Bedeutendsten ihrer Könige.

Vor 46 Jahren kam es zur Entdeckung des kleinen nubischen Reiches durch Jolchadim Serpatopolus, einem Gelehrten aus Arekasandra. Obwohl sich das Wüstenreich lange dem Zugriff des Imperiums entziehen konnte, gilt es heute als unterworfen. Thédan Eneira Alghabir Ghulbodan unterschrieb einen Bündnistreuvertrag wegen der Entführung und angedrohten Hinrichtung seines Sohnes. Zuvor war es zur ersten öffentlichen Wahrnehmung der Nubier im Reich, durch die Hinrichtung von Teréan Alghabir Ghulbodan gekommen, dem Ältesten Sohn des nubischen Königs, der als Theatererzähler bekannt wurde und während einer aufrührerischen Darbietung von Wachen erstochen wurde.

Glaube

Ursprünglich hatten die Nubié eine animistische Naturreligion mit einigen wenigen Gottheiten, die nur zusammen mit den Ahnengeistern angebetet wurden. Durch den Kontakt mit den Sarikarden wurden die Nubié in deren Götterrolle gedrängt, was ihren Glauben komplett umkrämpelte. Fortan beteten die Nubié Anubis, den Totengott der Sarikarden als ihre Hautgottheit an. Essenziell ist dabei die Verehrung des Todes selbst. Die Zeichen des Todes werden also in Liturgien als Reliquien des Gottes gehandhabt und ermöglichen die Kommunikation mit dem Schutzpatron und Richter, den Anubis für die Nubié darstellt. Der Nubier darf den Tod nicht fürchten, da dies lediglich die Vereinigung mit der Gottheit darstellt. Vielmehr lebt der Nubier um Anubis verlängerter Arm zu sein und seinen Auftrag zu erfüllen. Was dieser Auftrag ist, wird von den gleichzeitig auch politisch herrschenden Priestern bestimmt. Diese Religion bildet die Basis der Theokratischen Staatsform in der die Nubié leben. Neben Anubis werden von den landwirtschaftlich oder handwerklich arbeitenden Teilen der nubischen Bevölkerung auch andere Sarikardische Götter angebetet wie Ra, Basepef, Chons oder Igai. Die Anbetung des Sarikardischen Hauptgottes Horus ist unter Todesstrafe verboten.

Politik

Die Staatsform des nubischen Reiches ist eine theokratische Monarchie. Die Königswürde ist erblich.

Legislative

Eine Trennung zwischen Legislative und Exekutive findet im Nubischen Staatssystem nicht statt. Stattdessen wird die Macht zwischen dem Anubistempel und dem nubischen Heer aufgeteilt. Die Gerichtsbarkeit fällt vollständig in den Aufgabenbereich der Priester. Diese machen die Rechtsprechung, dürfen aber ihr Urteil nicht selbst vollstrecken. Der höchste Gerichtshof findet daher immer in Anwesenheit von Aiykhadin, dem obersten Priester, und dem König statt.

Exekutive

Exekutive und Militär fallen im nubischen Staat zusammen. Somit wird jeder Soldat zu einem Beamten, der sowohl als Polizeimacht, als auch als Verwaltungsbeamter auftreten kann. Naturgemäß gibt es daher praktisch keine nubische Verwaltung. Dem König ist weder bekannt, wie viele Untertanen er tatsächlich hat, noch wer diese genau sind. Allein das Aussehen eines Nubiers entscheidet über die Zugehörigkeit zum Staat. Die Einzige Steuer, die das Königshaus verlangt, ist eine Vermögenssteuer, deren Höhe relativ willkürlich (nach dem Willen Anubis) festgelegt wird.

Die weitestgehende Abwesenheit von Innenpolitik lässt dem König viel Freirum für Außenpolitische Unternehmungen. Ein weiterer Grund für die häufigen aggressiven Aktivitäten des kleinen Reiches sind die Notwendigkeit das Heer von den Städten fern zu halten, da es sonst zu juristisch nicht verurteilbaren Plünderungen kommt.

Militär

Das Nubische Militär bildet die Basis königlicher Macht und gilt in der Region als äußerst schlagkräftig. Es gibt keine Wehrpflicht, stattdessen entsenden alle Familien, die es sich leisten können Söhne und Töchter in den Militärdienst. Wer der Armee beitreten will, muss über ein eigenes Schwert oder einen eigenen Speer verfügen, was für viele arme Familien nicht bezahlbar ist.

Die kleinste organisatorische Einheit ist das Rudel, eine Gruppe von 6-11 Kriegern, die in Rangkämpfen entscheidet, wer sie anführt. Je 10 Rudel werden von einem Amunàkùn befehligt und bilden eine Aiygrulah (Schlange). 5 Aiygrulah bilden ein Kezùf (eine Armee), bestehend aus 400-450 Kriegern und Befehligt durch einen Kezàkùn. Alle Kezùf sind direkt dem König unterstellt.

Es ist eine große Ehre, für einen Nubier der Armee anzugehören, da er so den Willen Anubis ausführen kann. Bei Angriffen kommt es meist zu Plünderungen, weshalb nubische Soldaten teilweise zu erheblichem Reichtum kommen können.

Schwangere Soldatinnen kehren für die zeit der Schwangerschaft zu ihren Familien zurück und entscheiden nach dem Wurf, ob sie in den Kriegsdienst wieder einsteigen möchten.

Lebensweise

Ernährung

Verhalten

Fortpflanzung

Handwerk

Abstammung

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welten/honk/rassen/nubie/start.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2016 00:24 (Externe Bearbeitung)