Wege der Magie

Einleitung

Magie ist die Welt des geheimnisvollen, des unfassbaren und des unglaublichen. Sie ist die Überschreitung des rational erfahrbaren jedes Rollenspielers. Ohne das Element des unerklärbaren kann die Magie nicht Zauberhaft sein. Daher wird im folgenden Quellenbuch bewusst auf eine Eindeutige Sichtweise verzichtet. Die hier dargestellten Theorien und Modelle werden auf Kronos jeweils von bedeutenden Schulen vertreten. Viele Magiewirker vertreten jedoch ihre ganz eigenen Ansichten und so ist jeder dazu aufgerufen alternative Wege der Magie zu entwickeln.

Der Weg der Hermetiker

Ziel der Hermetiker ist eine Logische Strukturierung der Welt in einem Modell, das alle experimentell nachweisbaren Phänomene erklärt. Die Lehre hat sich jedoch nach und nach dahingehend weiterentwickelt, dass das Modell auch Aussagen über phänomenologisch nicht nachprüfbare Gegebenheiten macht.

Die vier Gesetze der kosmischen Harmonie

Alles das ist, wird auf vier Sphären aufgeteilt. Dem Warp entspringt die Energie und er ist gleichzeitig die Heimstätte der Geister. Die physische Realität enthält die Materie und Körper sowie die Fibrillenebene. Die imaginäre Realität enthält die Erinnerungen und deren Repräsentationen. Der Abyss verschluckt die Energie im gleichen Maße, wie der Warp sie Produziert. Dies ist das erste Gesetz der kosmischen Harmonie.

Energie entspringt dem Warp in ihrer höchsten Form als reine Magie. Diese magische Energie fließt in die Welt und durchdringt alles, das ist. Durch die Konfrontation mit der Realität zerfällt sie in ihre elementaren Ströme, wobei das Ende des Zerfalls im Wechselbad der Energieformen zu finden ist. Die Energieformen bleiben für sich nicht stabil, sondern gehen ineinander über bis sie die niedrigste der Energien erreicht haben, die Wärme. Die Niederste Energie jedoch verschwindet im Abyss, da sie es nicht Wert ist dauerhaft in der Realität zu verbleiben. Dieser Zerfall der Energie ist das zweite Gesetz der kosmischen Harmonie.

Ein Geist kann nur durch einen Körper, der in seiner Physis seinem Wesen entspricht dauerhaft in der materiellen Realität verharren. Besitzt ein Geist keinen passenden Körper, so kann er die materielle Ebene nur unter Einsatz starker Kräfte beeinflussen. Der Geist selbst verbleibt jedoch stets ein Einwohner seiner Heimat, des Warp. Da Geister nur im Warp existieren können, müssen sie mit Fäden Verbindungen zu ihren Körpern und Imaginationen unterhalten. Dies ist das dritte Gesetz der kosmischen Harmonie.

Auch wenn ein Geist keiner räumlichen Repräsentation entspricht, ist er dennoch Teilbar und kann sehr unterschiedliche Größen annehmen. Ein schwacher Geist besitzt nur wenige Fäden und wird daher als kleiner Geist bezeichnet. Je mehr Fäden ein Geist besitzt, desto größer ist er. Ein Geist kann jedoch nur in seiner unversehrten Ganzheit über seinen angesammelten Schatz an Erinnerungen und Erfahrungen verfügen. Wird ein Geist in Teile gerissen werden auch die Erinnerungen und Fähigkeiten zerrissen und ein großer Teil wird dabei Zerstört. Das vierte Gesetz der kosmischen Harmonie ist dass nur Unversehrtheit zu Wachstum führt.

Leben und Tod

Im Vorgang der Geburt offenbart sich die Herrlichkeit des Kosmos, denn nur in diesem Moment kann ein Körper und ein Geist in vollständiger Harmonie erschaffen werden, sodass er ohne den Einsatz Magischer Kraft stabil existieren kann. Der Schlüssel dazu liegt in der Abspaltung von Körper und Geist in ein unentwickeltes Abbild des Selbst.

Nach der Geburt kann das neue Lebewesen körperlich erwachsen und sein Geist kann sich nähren, an den Erfahrungen die es macht. Der junge Geist gewinnt neue Fäden hinzu, je älter er wird. Dies kann zweierlei bedeuten: Zum einen, und dies ist der häufigste Fall, kann ein Geist Partikel zerrissener Geister in sich aufnehmen und gänzlich neue Partikel erschaffen, um so neue Fäden zu erlangen und seinem Körper gerecht zu werden. Zum anderen gibt es einige wenige Geister, die in ihrer Gesamtheit bereits existieren und nur darauf warten ihre freien Fäden in das Muster ihres Körpers einzubringen.

Auch wenn ein Geist an keine zeitlichen Grenzen gebunden ist, so verfällt der Körper im laufe des Lebens, bis er irgendwann die Fäden nicht mehr halten kann und der Tod des Lebewesens eintritt. In diesem Vorgang werden Fäden eines Geistes frei. Offene Fäden ermöglichen den Einblick in die Erfahrungswelt des Geistes, wie sie in der imaginären Realität wahr genommen wird. Solange ein Geist nicht zerfallen ist, kann er in dieser Realitätsebene wahr genommen werden. Der Geist wird jedoch äußerst anfällig für die Angriffe feindlicher Geister und leidet meist an dem Willen dahinzuschwinden und Ruhe zu finden. So können nur die wenigsten Geister lange nach dem Tod des Körpers weiter existieren und sie zerfallen oder werden zerrissen.

Der Weg der Theokraten

Bla

Der Weg der Liquidaner

Über die Magie

Energie existiert in vielen verschiedenen Formen. So kennen die Theorien der Physik unter anderem thermische, kinetische oder elektrische Energie. In ihrer rohesten und reinsten Form existiert Energie jedoch auch noch jenseits der traditionellen Theorien der Physik. Diese Form der Energie ist die Magie, der Grundbaustein der Welt. Sie existiert weitestgehend jenseits der Grenzen der Welt und bildet ihre eigene Ebene der Realität, in der die bekannte Welt als ein winziger Teil umgeben von einer schier endlosen Menge an magischer Energie existiert. Wie eine Mauer senkrecht auf dem Boden steht, so existiert die Magie senkrecht zu den drei Dimensionen der Welt. Für die meisten Lebewesen ist sie jedoch unsichtbar und entzieht sich ihrer Wahrnehmung. Jene Wesen mit der Fähigkeit magische Energie zu sehen nehmen diese wie eine zähe Flüssigkeit wahr. Einmal in die Welt gezogen, kann man sie dort in andere Arten der Energie umformen oder sogar Materie mit ihr erschaffen. Sie ist wie eine zähe und klebrige Masse, die jedoch beständig, wie angetrieben von einer unsichtbaren Kraft, bestimmte Bahnen entlang fließt. Verlässt sie diese Bahnen, weil zum Beispiel mächtige Wesen sie dazu zwingen, muss sie ununterbrochen kontrolliert und geformt werden. Wird dies unterlassen zerfällt sie in kleine Teile, die wiederum selbst zu kleineren Teilen zerfallen bis sie schliesslich ganz aus der Welt verschwinden und in die Ströme zurück kehren. Die Fähigkeit magische Energie aus ihren natürlichen Bahnen zu entziehen, sie zu kontrollieren und zu formen wird von den Bewohnern Kronos als Zauberei bezeichnet. Die Ebene der Realität in der Kronos existiert, schwimmt wie eine winzige Kugel in einem riesigen Becken voller Wasser, ständig in Bewegung, getrieben von den Strömen der Magie. Wäre es nicht um den Großen Schleier würden die Ströme die Realität von Kronos durchfluten, alles auflösen und mit sich reissen. Der Große Schleier ist eine Barriere, die die Realität von Kronos gegen diese Ströme abschirmt. Er trennt die beiden Ebenen der reinen und der unreinen Energie, die der Lebenden und die der Geister voneinader.

Über die Geister

Außerhalb der bekannten Welt, dort wo nur reine Energie und keinerlei Materie existiert, leben die Geister. Sie sind die Bewohner einer endlosen Welt aus magischer Energie, durchzogen von Strömen, die die Energie unentwegt in Bewegung hält. Sie haben keine Formen im eigentlichen Sinne sondern bestehen selbst nur aus reiner Energie in konzentrierter, geordneter Form. Wesen mit der Fähigkeit Magie wahr zu nehmen erscheinen sie wenn überhaupt nur in Form komplizierter, verflochtener Muster aus winzigen Fasern. Diese Fasern bestehen aus magischer Energie, ähnlich wie die Fasern der Materie. Wie sich Menschen in Größe und Haarfarbe unterscheiden, so unterscheiden sich Geister in ihren Mustern und Verflechtungen. Manche sind einfache Muster aus kleinen, schwachen Fasern, während andere aus riesigen, dicken Fasern bestehen, die in komplizierten Mustern angeordnet sind. Einige sind von Natur aus Einzelgänger andere Gruppenwesen und manche bestehen sogar aus vielen kleineren Geistern, die nur zusammen ein großes Wesen bilden. Einige Geister sind so mächtig, dass sie beliebige Formen annehmen können und selbst in ihrer natürlichen Umgebung noch zaubern können während andere nicht einmal wirklich ihrer eigenen Existenz bewusst sind und nur instinktgetrieben handeln. Geister bestehen aus komplexen, kleinen Mustern die zu größeren Mustern verwoben sind, die ihrerseits wiederum zu größeren Mustern verwoben sind. Dieser Aufbau macht die Muster eines Geistes relativ flexibel, wodurch der Geist magische Energie in seine Muster kanalisieren kann. Wäre es nicht um die Flexibilität der Muster würde die chaotische reine Energie die Muster innerhalb kurzer Zeit zerstören und den Geist vernichten. Diese Fähigkeit rohe Energie auf zu nehmen befähigt Geister zu zaubern. In ihrer natürlichen Umgebung, den Strömen der Magie, ist dies aber nur den mächtigsten unter ihnen möglich. Die starken Strömungen machen das zaubern äußerst schwierig. Obwohl alle Geister aus Fasern magischer Energie bestehen, unterteilt sich die Menge aller Geister in viele verschiedene Gruppen, die auch die Geistervölker genannt werden. Geister eines Volkes gleichen sich oft in der Art ihrer Muster, Dicke der Fasern und ähnlicher Merkmale. Da diese Eigenschaften auch direkt die Macht eines Geistes beeinflussen gibt es erhebliche Machtunterschiede zwischen den Geistervölkern. Die meisten sind schwach und kaum mehr als kleine Mengen einfacher Muster. Sie können nur in großer Zahl weiter existieren und nur gemeinsam den starken Strömungen widerstehen. Andere Geister schaffen dies alleine und diese Machtunterschiede führen immer wieder zu Konflikten. Verlieren die Muster eines Geistes ihren Zusammenhalt, zum Beispiel weil er in einen zu starken Strom magischer Energie geraten ist, zerfallen seine Muster langsam zu den einzelnen Fasern magischer Energie aus denen er besteht. Lösen sich Fasern vollständig aus ihren Mustern zerfallen sie wieder in ungeordnete Rohenergie und kehren in die Ströme zurück. Hat ein Geist erstmal zu viele Fasern verloren, zerfällt er vollständig und stirbt. Wieviele Fasern ein Geist verlieren kann bevor er stirbt hängt von dessen Macht ab. Sehr mächtige Geister können selbst den Verlust eines großen Teils ihrer selbst noch regenerieren während die meisten Geister aufgrund ihrer Unfähigkeit in ihrer natürlichen Umgebung zu zaubern selbst durch einen kleinen Verlust bereits stark geschwächt werden. Gruppen schwacher Geister und manche mächtigen Geister sind in der Lage genug Kontrolle der magischen Energien zu vereinen, um in ihrer natürlichen Umgebung zu zaubern. Oft nutzen sie diese Möglichkeit, um in einem langwierigen und schwierigen Prozess magische Energie zu sammeln und zu konzentrieren. Sie bilden die Fasern, die ihnen allen zu Grund liegen, und verflechten sie in Abbildung ihrer selbst. So können sie mehr ihrer Art erschaffen und ihre Macht als Gruppe stärken. Hin und wieder kommt es vor dass aufgrund der Ströme hohe Konzentrationen magischer Energie entstehen. Erreichen diese Konzentrationen einen bestimmten Punkt entstehen Fasern und Verflechtungen bilden sich. Dies ist die Geburt eines neuen Geistes, der jedoch keinem der bestehenden Völker zugeordnet werden kann. Aufgrund des völligen Chaos seiner Muster ähnelt er keinem anderen Geist. Viele dieser Muster sind instabil und zerfallen direkt nach ihrer Geburt wieder in ungeordnete Energie. Manche sind jedoch stabil genug, um ihre Geburt zu überleben. Diese Geister sind selbst unter den mächtigsten Geistern gefürchtet. Ihre Fasern bestehen aus den höchsten Konzentrationen magischer Energie und verleihen ihnen unfassbare Macht. Ihre Muster sind jedoch völlig chaotisch und beständigen Veränderungen unterworfen, so dass sie einen großen Teil ihrer Macht benötigen, um sich selbst zu erhalten indem sie beständig magische Energie in Fasern formen und sie sich ihrer selbst zuführen. Diesseits des Schleiers, wo nur relativ wenig reine Energie existiert, fehlt diesen Wesen schnell die Möglichkeit sich selbst zu erhalten weshalb sie den großen Schleier nur sehr selten durchqueren. Trotz vieler Unterschiede teilen jedoch beinahe alle Geister einen Wunsch: den Großen Schleier zu durchschreiten. Für ein Wesen welches in seiner natürlichen Umgebung den chaotischen Strömen der Magie unterworfen ist, ist die Aussicht auf ein Leben in relativer Sicherheit und Freiheit in der Welt der unreinen Energie äusserst verlockend. Obwohl das Durchschreiten des Großen Schleiers ein erhebliches Risiko für die schwachen Geister darstellt nehmen diese jede Chance wahr eine Zeit lang frei von den Strömen zu leben.

Über den Großen Schleier

Der Große Schleier ist eine Barriere, wie eine gigantische Mauer um die Realität in der Kronos liegt herum gebaut, nahezu undurchlässig für die Ströme der Magie. Der Schleier selbst ist ein Zauber unvorstellbarer Größe, gewoben aus unzähligen Mustern einer Komplexität, die selbst die mächtigsten Geister in den Schatten stellt. Die Verflechtungen des Zaubers sind derart stark, dass er für Wesen mit der Fähigkeit magische Energie wahr zu nehmen als absolut undurchsichtige, einheitliche Masse erscheint, in der keine einzelnen Muster mehr zu erkennen sind. Wer oder was ihn errichtet hat ist nur sehr wenigen Wesen bekannt und diese hüten dieses Geheimnis wie kein Zweites. Viele haben versucht die Geheimnisse des Schleiers zu ergründen doch alleine seine Komplexität macht alle herkömmlichen Arten der Magieanalyse völlig sinnlos. Ständige Veränderungen im Muster des Schleiers, die sich den chaotischen Strömungen der magischen Energie anpassen, erschweren zusätzlich jegliche Versuche. Unter den Völkern der reinen und der unreinen Energie existieren viele Geschichten und Legenden über den Ursprung des Schleiers. Die häufigste Form dieser Geschichten erzählt von einer kleinen Gruppe äußerst mächtiger Geister, die den Schleier errichtet haben sollen, um sich einen Ort der Ruhe, der Sicherheit oder der Kontrolle zu erschaffen. Über die angeblichen Absichten dieser Geister existieren die unterschiedlichsten Geschichten, ebenso über ihre Anzahl oder ob es überhaupt eine Gruppe war. Die wenigen Wesen, die mehr über den Schleier wissen als nur reine Mythen, schweigen sich über seine Natur und seine Geschichte aus. Nicht nur die chaotischen Ströme magischer Energie werden durch den Schleier abgelenkt, sondern auch die komplexen Muster aus welchen die Geister bestehen. Aufgrund des Schleiers ist es den meisten Geistern nicht möglich die Ströme der Magie zu verlassen und in die Welt der unreinen Energieformen zu wechseln. Um dies zu erreichen sind sie auf die Hilfe anderer Wesen angewiesen. Durchschreiten Geister den Schleier, aus welchem Grund auch immer, so erleiden sie durch die abweisenden Kräfte des Schleiers Verwerfungen in ihren Mustern, die sie schwächen. In vielen Fällen führt dies dazu, dass der Schleier einen großen Teil der Muster eines Geistes vernichtet und der Geist daraufhin stirbt. Jene, die durch den erlittenen Schaden nicht ausgelöscht werden verlieren dennoch einen erheblichen Teil ihrer Erinnerungen, Kräfte und ihres Wissens. So groß ist die Macht des Schleiers, dass die allermeisten Geister nach dem Durchschreiten des Schleiers überhaupt keine Erinnerungen mehr haben. Dieser Effekt ist als der Schatten des Schleiers bekannt. Die ständigen Veränderungen im Schleier führen oft dazu, dass kleine Bereiche entstehen an denen der Schleier nicht so stark abweisend wirkt während er an anderen Stellen noch stärker wird, um den Strömungen der Magie besser entgegen wirken zu können. Aufgrund der Größe des Schleiers bestehen zu jedem Zeitpunkt unzählige solcher schwachen Stellen. Wesen mit ausreichender Kontrolle über die reine Energie können diese Stellen nutzen, um magische Energie durch den Schleier zu ziehen. Wird diese Energie nicht ununterbrochen kontrolliert und geformt, zerfällt sie in immer kleinere Mengen, die schliesslich durch den Schleier zurück in die Ströme gezogen werden. Magische Energie, die zu Muster verflochten wurde, kann diesem Vorgang länger widerstehen, aber mit der Zeit werden die Muster zerfallen und die Energie wird durch den Schleier zurück gezogen. Geister diesseits des Schleiers müssen beständig magische Energie in ihre Muster ziehen, um ihre Muster zu stärken. Ihre einzige Möglichkeit sich dauerhaft vor den Auswirkungen des Schleiers zu schützen ist sich einen physischen Körper zu suchen, denn einzig Materie vermag dem Schleier zu widerstehen.

Über die Materie

Materie an sich - jeder Stein, jedes Blatt und jedes Lebewesen - besteht aus Magie. Dabei ist die magische Energie wie bei Geistern in der Form winziger Fasern ineinander verflochten. Im Gegensatz zu den komplizierten Mustern der Geister sind die Muster unbelebter Materie jedoch sehr einfach und bestehen aus nur wenigen Fasern. Belebte Materie hingegen besteht aus komplizierteren Mustern, die gegenüber den Mustern der Geister jedoch immer noch einfach anmuten. Während Geister aus vielen kleinen Mustern bestehen, die an nur wenigen Stellen ineinander verflochten sind besteht Materie aus relativ einfachen Mustern, die meistens direkt miteinander verwoben sind. Sie besitzt nur selten mehr als eine Handvoll kleinerer Muster innerhalb ihrer selbst. Diese Eigenschaft macht Materiemuster oft relativ starr und wenig flexibel, weshalb sie auch nicht so gut magische Energie aufnehmen können wie es die Muster der Geister können. Sollte aus irgend einem Grund mehr rohe Energie in einem Stück Materie enthalten sein, als dieses halten kann, so wird die magische Energie die Muster verzerren, aufblähen und schliesslich aus ihnen herausbrechen. Bei diesem Vorgang werden die Muster schwer beschädigt oder vollständig zerstört, was für die Materie die aus diesen Mustern bestand extreme Folgen hat. Diese Starrheit macht es für normale Materie unmöglich mehr als nur ein wenig rohe Energie zu halten, gleichzeitig aber auch resistent gegen die Auswirkungen des Schleiers. Geister diesseits des Schleiers machen sich diese Eigenschaft zu Nutze indem sie sich in der Materie einnisten und diese als physischen Körper benutzen. Um Materie als Körper benutzen zu können muss ein Geist sein Muster und das der Materie eng miteinander verbinden. Dieser Vorgang des Verflechtens von Mustern ist oft langwierig und schwierig, abhängig von der Komplexität der jeweiligen Muster. Viele Geister können dies nicht alleine bewältigen, insbesondere dann wenn der Schatten des Schleiers sie stark beeinträchtigt hat. Meistens vollbringen andere Geister, die diese Verbingung bereits abgeschlossen haben, dies an ihrer statt. Durch das Verweben der Muster des Geistes innerhalb der Materiemuster kann der Geist seine Form bewahren und den Schutz der Materie vor dem Schleier nutzen. Andererseits wird es für den Geist wesentlich schwieriger magische Energie zu kontrollieren, da die Muster der Materie grundsätzlich nur schlecht geeignet sind, die rohe Form der Energie zu halten. Der Vorgang des Einnistens wird gemeinhin als Leben bezeichnet.

Über das Leben

Hat ein Geist von einem Körper Besitz ergriffen und sich mit ihm verwoben, stellen diese beiden vormals gretrennten Teile nun ein einziges Wesen dar. Durch die Anwesenheit des Geistermusters wird dem Körper Leben eingehaucht und er beginnt, ähnlich wie Geister die magische Energie als Lebensquelle benötigen, ebenfalls Energie auf zu nehmen und zu verbrauchen. Aufgrund der Beschränkungen der Materiemuster ist reine Energie aber keine passende Quelle mehr, wohingegen unreinere Formen der Energie nun ausreichend sind. So kann das neue Wesen schlicht andere Materie aufnehmen, um seinen eigenen Energiehunger zu stillen. Im Falle der meisten Lebewesen wird dies als Essen und Trinken bezeichnet. Um sich besser mit ihren neuen Körpern verbinden zu können, benutzen Geister oft frisch erschaffene Körper, die im Laufe der Zeit noch wachsen werden. So sind sie besser in der Lage ihre Muster mit denen des Körpers zu verflechten und auf Veränderungen zu reagieren. Da viele Geister durch den Schatten des Schleiers so stark geschwächt werden, dass sie selbst nicht mehr dazu in der Lage sind diese Verschmelzung durch zu führen, übernehmen andere Geister diese Aufgabe für sie. Sie schützen die geschwächten Geister mit ihren eigenen Körpern und schirmen sie so gegen die Auswirkungen des Schleiers ab, bis diese selbst dazu in der Lage sind. Auf diesem Wege sind schwächere Geister in der Lage mehr ihrer Art aus der Ebene der reinen Energie in die Welt der unreinen Energie zu holen obwohl sie dazu alleine nicht fähig wären. Die allermeisten Geister verlieren durch den Schatten des Schleiers den größten Teil ihrer Kräfte. Um sich jedoch nicht unnötig den Gefahren des Schleiers ausgesetzt zu haben verbrauchen sie ihre restlichen Fähigkeiten, um sich einen Körper zu erschaffen, sich in ihn ein zu nisten und ihre vorerst letzten Zauber zu wirken. Diese letzten Zauber starten die Verschmelzung der Muster und sorgen dafür, dass ihre neuen Körper schlussendlich über die nötigen Instinkte und Dränge verfügen, um Leben zu ermöglichen. So versehen sie sie unter anderem mit dem Drang nach Energieaufnahme, gemeinhin Hunger und Durst genannt, und dem Drang nach Fortpflanzung, auf dass sie selbst einmal mehr ihrer Art in die Welt der unreinen Energie holen werden. Dieser letzte Akt der Zauberei verbraucht oft ihre bereits angeschlagenen Kraftreserven, so dass sie nach der Verschmelzung ihrer einstigen Existenz nicht mehr gewahr sind. Die enge Verschmelzung der beiden Muster, die der Materie und die des Geistes, führt zu der Erschaffung eines neuen, nicht auf reiner Energie basierenden Wesens. Der Geist erhält durch seinen physischen Körper die Möglichkeit in der Welt der unreinen Energie zu leben, ohne den vielen Gefahren seiner natürlichen Welt ausgesetzt zu sein und erhält ebenfalls Schutz vor den Auswirkungen des Schleiers. Die Materie hingegen leidet unter der Anwesenheit der Geistermuster. Da Materie aus relativ starren Mustern besteht, die nicht geeignet sind reine Energie zu halten führt die Anwesenheit so viel roher Energie im Laufe der Zeit zwangsweise zu Problemen. Die Materiemuster werden langsam aber sicher verformt, geschwächt und schliesslich zerbrechen. Dieser Prozess ist bei fast allen Wesen in Form des Alterns zu beobachten. Obwohl das Altern für viele Lebewesen einen unvermeidbaren Vorgang darstellt, sind einige Wesen in der Lage ihn hinaus zu zögern. Noch in ihrer Geisterform verbringen sie mehr Zeit als andere Geister damit, ihre Muster in die der Materie ein zu flechten. Obwohl sie mehr Zeit in ihrer infantilen, physischen Form verbringen müssen können sie den Zerfallsprozess ihres physischen Körpers verlangsamen und so eine höhere Lebensdauer als physisches Wesen erreichen. Im Laufe seines Lebens kann ein Lebewesen durchaus Erfahrungen und Fähigkeiten sammeln, die es ihm ermöglichen wieder Zauber zu wirken, also reine Energie zu kontrollieren. Manche Lebewesen schaffen es sogar sich ihrer alten Existenz als Geist gewahr zu werden. Dieser Zustand des Erinnerns, von manchen auch Transzendenz genannt, ist für viele Lebewesen ein hohes Ziel das sie zu erreichen suchen. Ist sich ein Lebewesen erst einmal seiner früheren Existenz gewahr so erhält es oft Zugriff auf zusätzliche Kräfte, die es vormals vergessen hatte. Nach der Rückkehr hat es so mehr Macht als vor dem Aufbruch in die Welt der unreinen Energie und hat so effektiv an Macht gewonnen.

Über die Rückkehr

Sind die Materiemuster eines Lebewesens zu lange den Muster des darin lebenden Geistes ausgesetzt zerfallen sie und das Lebewesen stirbt. In diesem Moment verliert der Geist seine physische Hülle und kehrt zurück in seine Existenz als reine magische Energie. Dieser Vorgang ist für den Geist unglaublich schmerzhaft und die meisten Geister werden dabei so sehr geschwächt, dass sie sich den Auswirkungen des Schleiers nicht länger widersetzen können. Sie werden zurück in die Welt der reinen Energie gezogen und müssen dabei den Schleier erneut durchqueren. Der Schatten des Schleiers, der die Ströme reiner Energie aus der materiellen Ebene der Realität fernhält, betrifft auch Geister die diese verlassen wollen, wenn auch nur wesentlich schwächer. Er greift nicht direkt ihre Muster an sondern entzieht ihnen lediglich die letzten Reste freier reiner Energie. Obwohl dieser Entzug schmerzlich ist und sie schwächt stellt er für die meisten Geister keine wirkliche Bedrohung dar. Nach einiger Zeit der Regeneration und Erholung können sie weiterhin über ihre Fähigkeiten, Kräfte und ihr Wissen gebieten. Die wenigen Lebewesen die vor ihrer Rückkher die Transzendenz erreicht haben, kehren als mächtigere Geister als sie zuvor waren zurück. Getrieben von dem Hunger nach Macht, Wissen oder Erleuchtung durchqueren diese Geister alsbald erneut den Schleier, um wiederum mit mehr Macht, Wissen oder Erleuchtung zurück zu kehren. Selbst unter jenen wenigen, die einmal die Transzendenz erreicht haben, gibt es nur sehr wenige, die es erneut schaffen. Diese werden jedoch im Laufe der Zeit immer mächtiger bis sie den Schatten des Schleiers gar nicht mehr fürchten müssen und ihn nach Belieben ohne nennenswerten Kraftverlust durchqueren können.

Über den Aufstieg

Jene seltenen Geister, die ihre Macht soweit gesteigert haben, dass sie den Schleier nicht mehr fürchten müssen, gehören zu den mächtigsten Wesen. Sie haben ihre einstigen Grenzen hinter sich gelassen und Kräfte erlangt, die die Kräfte ihrer einstigen Artgenossen in den Schatten stellen. Um ihr gesammeltes Wissen und ihre gesteigerten Fähigkeiten beherrschen zu können, haben sie ihre Muster ausgedehnt, um weitere Muster erweitert und mit dickeren, kräftigeren Fasern ausgestattet. Aus den einst filigranen Mustern sind dicke Stränge eng verwobener Fasern geworden, in denen nur bei äusserst genauer Betrachtung noch einzelne Untermuster zu erkennen sind. Diese Geister können aus eigener Kraft dem Schatten des Schleiers widerstehen und verlieren dabei - wenn überhaupt - nur einen kleinen Teil ihrer Kräfte. Obwohl sie auch weiterhin physische Körper ähnlich ihrer Früheren bewohnen könnten wählen sie sich meist andere und vor allem mächtigere physische Hüllen. Wo sie vormals an der Komplexität dieser mächtigen Körper gescheitert wären und die Verbindung der Muster nur unzureichend hätten herstellen können, können sie die Muster nun erfolgreich verbinden und den Körpern Leben einhauchen. Typischerweise verfügen diese neuen Körper über mehr und flexiblere Muster und sind so in der Lage wesentlich mehr rohe Energie auf zu nehmen und dieser auf Dauer Stand zu halten.

Über die Schwarmgeister

Obwohl sie nicht zwangsweise zu den mächtigsten einzelnen Geistern gehören, sind die sogenannten Schwarmgeister nichts desto trotz erhabene und enorm mächtige Wesen. Anders als normale Geister bestehen sie nicht aus einzelnen, abgeschlossenen Mengen von Mustern. Vielmehr existieren sie in Form unzähliger, kleiner Geister, die manchmal über große Distanz verteilt sind. Jeder der kleineren Geister enthält einen kleinen Teil der ganzen Essens des Schwarmgeistes und sie können sich zusammenschliessen um größere Teile des Ganzen zu bilden. Während die Verbindung zwischen einzelnen Teilen des Schwarmgeistes besteht werden ununterbrochen Teile der Muster und Energien des Schwarmgeistes unter den Mustern seiner Teilgeister ausgetauscht. Nur während dieser Phasen der Vollständigkeit kann ein Schwarmgeist zu voller Kraft erwachen und als eigenständiges Wesen existieren, obwohl auch kleinere Gemeinschaften der Teilgeister bereits einen Teil des Schwarmgeistes erwachen lassen können. Während einer vollen Wachphase eines Schwarmgeistes schließen sich alle seine einzelnen Geister fest zusammen und existieren für eine gewisse Zeit nicht mehr als eigenständige Wesen. Ihre Muster bilden lose Verbindungen untereinander über die sie Energie unmittelbar miteinander austauschen können. Obwohl die einzelnen Geister nur schwach sein mögen ermöglicht ihnen der Verbund ihre Kräfte zu vereinen und so gewaltige Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Kraft hat jedoch ihren Preis. Es kostet einen Schwarmgeist enorme Mengen an Energie seine erweckte Form stabil zu halten, also die Verbindung unter den Mustern seiner Teile aufrecht zu erhalten, damit sie nicht wieder zu den einzelnen Teilen auseinander fällt, aus denen er eigentlich besteht. Muss ein Schwarmgeist diese Energie selbst aufbringen, so kann er dies nur auf die Gefahr hin tun, die Geister aus denen er besteht größeren Mengen an Energie aus zu setzen, als sie natürlicherweise verkraften können. Daher kann ein Schwarmgeist meist nur für kurze Zeit seine volle Gestalt annehmen. Da ein Schwarmgeist aus vielen kleinen Geistern besteht, die seine Essenz in vielen kleinen Teilen in sich tragen, ist er nur sehr schwer zu verletzen. Je nach Größe und Macht des Schwarmgeistes müssen viele seiner Teilgeister vernichtet werden, um ihm ernsthafte Schäden zu zu fügen. Dies führt jedoch meist dazu, dass sich die verbleibenden Geister zusammenfinden und sich der Angreifer schnell der geballten Macht des Schwarmgeistes gegenübersieht. Die mächtgisten der Schwarmgeister sind nahezu unsterblich, bestehen sie doch aus Millionen oder Milliarden kleinerer Geister, deren blose Anzahl jegliche Angriffsversuche irrwitzig erscheinen lässt während ihre eigene Macht selbst unter den großen und mächtigen einzelnen Geistern ihres Gleichen sucht. Natürlich ist es für diese der Schwarmgeister unheimlich schwierig sich vollständig zu manifestieren. Beschließt ein Teil des Schwarmgeistes sich mit anderen Teilen zu vereinen, so werden diese Geister andere Geister des Ganzen aufsuchen und sich mit ihnen verbinden. Nach Vollendung der Verbindung werden sie sich gemeinsam auf die Suche nach weiteren Teilen machen, bis sich schließlich ein Teil des Schwarmgeistes gebildet hat, der über genug Macht verfügt um einen Teil seines Bewusstseins auszubilden. Ab diesem Zeitpunkt kann er als eigenständiges Wesen handeln, obwohl durchaus noch mehr Geister zur Vereinigung hinzu kommen können, je nachdem ob der Schwarmgeist dies als nötig empfindet. Die Geschwindigkeit mit der sich ein Schwarmgeist erheben kann ist von vielen Faktoren abhängig, auch davon wie viele seiner Teilgeister bereits nahe bei einander versammelt sind. So gibt es Geschichten über Druiden die in Wäldern innerhalb weniger Sekunden riesige Schwarmgeister der Natur - auch Naturgeister oder Geister des Lebens genannt - herbeirufen konnten, einfach aufgrund der hohen Konzentration an kleinen Lebewesen aus denen die Schwarmgeister bestanden. Ein weiterer Vorteil den die Schwarmgeister genießen ist ihre nahezu Immunität gegen die Auswirkungen des Schleiers. Obwohl sie aus vielen kleinen Teilen bestehen, die ihrerseits sehr wohl die Auswirkungen des Schleiers zu spüren bekommen, bleibt die Essenz des Schwarmgeistes unverändert bestehen. Die kleinen Teilgeister schützen bereitwillig die Essenz des Ganzen, auch auf Kosten ihrer eigenen Kräfte, und erhalten dafür wiederum Schutz und Kraft durch die Vereinigung mit anderen Teilgeistern. Denn während ein Schwarmgeist seine volle Erweckung nur auf Kosten seiner Teilgeister vollführen kann, so können seine Teile während seiner Ruhephasen von seiner Kraft zehren und so selbst den Auswirkungen des Schleiers trotzden, selbst dem Schatten des Schleiers selbst. Eben jene Symbiose die einen Schwarmgeist nahezu unverwundbar macht, schützt auch die Geister aus denen er eigentlich besteht.

Grundsätze des Zauberwirkens

Grundsätzlich besteht jeder Zaubervorgang aus 3 Komponenten: Sammeln, Formen und Kontrollieren. Manche Zauberwirker spezialisieren sich nur auf zwei oder sogar nur eine dieser Komponenten und vernachlässigen die Verbleibenden.

Sammeln: In diesem Schritt sammelt ein Zauberwirker rohe magische Energie. Diese kann direkt aus der Umgebung entnommen werden, falls es genug freie magische Energie gibt oder von anderer Materie entzogen werden, falls der Zauberwirker mächtig genug ist. In der Regel muss sie jedoch durch den Schleier hindurch gezogen werden.

Formen: Einmal angesammelt kann magische Energie in andere Formen der Energie umgewandelt werden. Das Umformen der Energie kann direkt oder indirekt geschehen. Beim direkten Formen vollzieht der Magier die Umformung selbst, wie dies Kanalisierer und Fokusierer meistens tun. Weber hingegen speichern beim indirekten Formen die Energien in Mustern, die wiederum die Energien für sie formen.

Kontrollieren: Je nach Art und Weise des Zaubers müssen die Energien vor und nach ihrer Formung zusätzlich noch kontrolliert werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn äussere Faktoren das Formen stören. Dies können zum Beispiel besonders starke Auswirkungen des Schleiers oder den Zauber störende Antimagier sein.

Arten des Zauberwirkens

Es gibt 4 verschiedene Arten von Zauberern:

  • Weber
  • Kanalisierer
  • Fokusierer
  • Adepten

Zauberwirker unterteilen sich in der Regel in diese vier Kategorien, obwohl es manche Zauberer gibt, die durchaus in mehr als nur eine Kategorie eingeordnet werden könnten. Die Unterscheidung findet aufgrund der Art und Weise des Magiewirkens statt.

Weber sind Zauberer, die sich voll und ganz auf das Formen und das Kontrollieren magischer Energie konzentrieren. Sie benötigen lange Vorbereitungszeit um einen Zauber zu wirken, oft verbunden mit der Nutzung materieller Hilfsmittel. Sie bilden die Muster ihrer Zauber in langwierigen Verwebungsprozessen während derer sie immer nur kleine Mengen magischer Energie sammeln und diese direkt in Fasern formen. Daher sind sie während des Webens selbst beinahe nie großen Mengen roher Energie ausgesetzt, benötigen jedoch lange Zeit für ihre Form des Zauberns. Die Kunst des Zauberwebens ist die für den Zauberer sicherste Art des Magiewirkens und zugleich auch die Form, die es ermöglicht die größten und mächtigsten Zauber zu wirken. Sie benötigt jedoch auch erheblich mehr Zeit als andere Formen des Zauberns und kann nicht spontan gewirkt werden. Ausserdem werden je nach genauer Art und Weise des Webens auch Hilfsmittel benötigt.

Das Sammeln großer Mengen magischer Energie innerhalb kurzer Zeit sowie deren Wirkungen und Nebenwirkungen sind spezifische Merkmale eines Kanalisierers. Während Zauberweber immer nur kleine Mengen magischer Energie sammeln und diese direkt in Fasern formen, wodurch sie zwar nur langsam jedoch sicher zaubern können, sammeln Kanalisierer die für ihre Zauber benötigte magische Energie während sie sie formen. Diese manchmal gewaltigen Mengen magischer Energie müssen kontrolliert werden, was einem ständigen Willenkampf gleicht um die schwer zu bändigende Macht des magischen Flusses in kontrollierten Bahnen zu halten. Das Gleichzeitige Bilden von magischen Fasern, das Verflechten eben dieser und das Kontrollieren der in den Fasern fließenden Energie ist äusserst anstrengend und jeder Fehler kann zu einem Scheitern des Zauberns und noch unangenehmeren Nebenwirkungen führen. Sollte ein Kanalisierer beim Kontrollieren der magischen Energien scheitern während er sie noch durch seinen Körper fließt, können die Folgen für den Zauberer fatal sein. Andererseits erlaubt es diese Wirkungsart der Magie innerhalb kurzer Zeit oder sogar spontan Zauber zu wirken und dabei nur wenige Abstriche in der Mächtigkeit und der Möglichkeiten hinnehmen zu müssen.

Fokussierer stellen eine Mischung aus Kanalisierer und Weber dar. Sie sammeln magische Energie über lange Zeiträume hinweg, meist lange bevor sie überhaupt an das Wirken eines spezifischen Zaubers denken und oft geschieht dies unbewusst. Da sie die gesammelte Energie meist in sich selbst speichern, können sie immer nur höchstens eine bestimmte Menge an Energie sammeln und alles was über ihr Maximum hinausreicht geht ihnen schnell wieder verloren. In dieser Hinsicht gleichen sie Webern, denn sie sammeln immer nur kleine Mengen an magischer Energie bevor sie sie langfristig in Mustern speichern, auch wenn diese Muster ihre eigenen sind. Aufgrund der Eigenschaften ihrer Muster sind Fokusierer resistent gegen kleine Mengen magischer Energie innerhalb ihrer selbst und obwohl sie sich selbst beständig Mengen an roher Energie aussetzen, erleiden sie dadurch nur sehr selten Nebenwirkungen. Um letztendlich Zauber zu wirken fokussieren sie einen kleinen Teil der gesammelten Energie, bilden so die Muster, die allen Zaubern zu Grunde liegen, und speichern einen Teil der Energie in den Mustern. Obwohl dieser Vorgang der Art der Kanalisierer ähnelt, da sie ja auch Fasern bilden sowie das Verflechten derselbigen auf einmal geschieht, gibt es auch erhebliche Unterschiede. So kann ein Fokussierer nur kleine Mengen an Energie auf diese Weise in Zauber umwandeln, da er ansonsten Gefahr läuft die sensibile Balance der Energie innerhalb seiner selbst zu stören. Außerdem wird die Energie eher entnommen und fokussiert als kanalisiert, wodurch weniger Risiken für den Zauberwirker entstehen. Während das Zauberwirken der Fokussierer sicherer als das der Kanalisierer und zugleich schneller als das der Weber ist, können so jedoch immer nur kleine Zauber gewirkt werden und die Zauber der Fokussierer können sich in ihrer Mächtigkeit meist nicht mit denen der Weber oder Kanalisierer messen.

Adepten sind eigentlich gar keine Zauberwirker im eigentlichen Sinne. Obwohl sie ein intuitives Verständnis für die Magie haben, ist dieses jedoch immer unterbewusst und für den Adepten selbst im besten Falle nur schemenhaft greifbar. Selbst die mächtigsten Adepten verstehen sich selbst nicht als Magieanwender im eigentlichen Sinne. Sie verfügen über die Magie als Verlängerung oder Verbesserung ihrer natürlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, anstatt mit ihr völlig neue Kräfte zu erlangen. Viele Adepten verstehen sich darin sich schneller zu bewegen, weiter zu springen und über mehr Körperkraft zu verfügen als andere, nicht magisch begabte Vertreter ihrer Art.

Regeln des Zauberwirkens

Aufbau Talentbaum Magie:

  • Magie
    • Umwandeln
      • Spontan (ZQ=schneller)
      • Harmonisch (ZQ=Enheriya-Schock reduzieren/Kosten reduzieren)
      • Stabil (ZQ=Resistent gegen Antimagie/Verfall)
    • Enheriya
      • Weben
      • Kontrollieren
      • Einleiten
      • Telepathie
    • Geist
      • Beschwören
      • Rufen

Komponenten:

  • Kinetische Energie/mechanische Kräfte (Gelb)
  • Elektrische Energie (damit können auch Magnetfelder erzeugt werden, deshalb gibts da nur einen magischen Effekt) (Blau)
  • Wärme (Rot)
  • Chemische Energie/Materie (Grün) Mutation
  • Zeit (ok, das ist keine Energieform, aber ich will die Relativitätstherie nicht anstrengen, daher brauchen wir das) (Violett)

Grundschwierigkeit abhängig von Umgebung (Verschmutzung)

Modifikatoren: Antimagie, (Emotionen)

Physikalische Grundlagen der Komponenten

  • Kinetik: Geschwindigkeit = Erfolgsschwelle (Referenztabelle erzeugen (ab Schrittgeschwindigkeit)); Komplexität = Schwierigkeit; Energiemenge = Beschleunigung*Strecke*Masse
  • Elektrik: Stromstärke = Erfolgsschwelle; Spannung = Schwierigkeit; Energiemenge = Spannung*Stromstärke*Dauer
  • Wärme: Erwärmungsgrad = Erfolgsschwelle; Konzentration = Schwierigkeit; Energiemenge = Erwärmungsgrad*Masse
  • Materie: Mutationsmenge = Erfolgsschwelle; Unterschied zum Original = Schwierigkeit; Energiemenge = Mutationsmenge*Mutationsgrad
  • Zeit: Feldgröße = Erfolgsschwelle; Faktor der Zeitverlangsamung/-beschleunigung = Schwierigkeit; Energiemenge = Feldgröße*WirkungsdauerSchwierigkeit

Augenblickliche, direkte Magie

Beschreibung

Der Magier selbst wandelt magische Energie in physikalische Energieformen um und wirkt mittels der Details der Umwandlung seinen Zauber. Eine einfache Umwandlung wirkt nur einmalig und zwar genau dann, wenn der Zauber gewirkt wird.

Beispiel

Kinetischer Stoß.

Regeln

Der Magier legt die Details des Zaubers fest, dazu gehören die verwendeten Komponenten (Energieformen) und deren Komplexität (Schwierigkeit und Erfolgsschwelle). Der Wurf wird gegen eine bestimmte Grundschwierigkeit ( und die Module (ergeben sich aus den Komponenten) abgelegt. Erfolge gegen die Grundschwierigkeit (Zauberqualität) können entsprechend der gewählten Spezialisierung als spezielle Boni genutzt werden.

Kanalisierte, direkte Magie

Beschreibung

Der Magier wandelt kontinuierlich magische Energie in physikalische Energieformen um. Dabei legt er zu Begin des Zauberns die Details fest und erhält den Zauber dann über einen gewissen Zeitraum aufrecht.

Regeln

Der Zauber wird entsprechend den Regeln für Augenblickliche, direkte Magie gewirkt. Der Enheryia Schock wird allerdings als erfolgsoffener Wurf abgelegt, ähnlich den Regeln für Schaden über Zeit. Die Erfolge des Wurfs bestimmen dabei die Länge des Intervalls, nach dem der Zaubernde den Nachteilen des Enheryia Schocks unterliegt.

Enheriya-Schock

  • kann tödlich sein.
  • erschöpfend (KO, WK, Metabolie) für längere Zeit
  • Skaliert mit Menge und Dauer (eher Addition)
  • Zaubern ohne nennenswerten Schock ist bei Kleinigkeiten möglich.
  • WK und KO

Standardschwierigkeit (Schärfe) 6 bei Schock durch Magie modifiziert durch Umgebungsfaktoren (Magieschule, Fluxwirbel).

Beispiele

  • Tasse heranschweben lassen: 0,1kg*2m*10m/s²=2J
  • Feuerball: 1000°K/10*0,1kg+0,1kg*5m*15m/s²=160J+8J=24E
  • Wirbelsturm:2*10^13

Notizen

  • Magische Energie: Enheriya nach Enerhiya, dem Wort für Energie in der Sprache Winaray (Philippinen)
  • Es gibt Modifikationszauber, die auf andere Zauber angewendet werden können. (Beispiel: Heimlich zaubern → Feuerball)
  • Sonderfertigkeit: Kombination der Formen-Spezialisierungen, wobei der niedrigste Wert für den Pool ausschlaggebend sind.
  • Sonderfertigkeit: Magisches Sehen, Magisches Hören, Magisches Tasten, Magisches Riechen/Schmecken
  • Sonderfertigkeit: Magieresistenz als Modifikator beim Überwinden von Mutationsmagie, Gegenstück zur Abhärtung bei physischem Schaden
  • Sonderfertigkeit: Schwierigkeitsreduktion für bestimmte Komponente beim direkten Zaubern (eine Sonderfertigkeit je Komponente), z.B. “Kinetikspezialisierung: Schwierigkeit für Module der Komponente Kinetik werden um eins reduziert”.
 
 
 
     
 
welten/epic/je_wege_der_magie.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2016 00:24 (Externe Bearbeitung)