Reiterbogen

Der Reiterbogen ist eine Variante des Kompositbogens. Er ist wie der Name schon sagt Reitern beliebt, da er sich auch vom Pferderücken aus gut einsetzen läßt und wesentlich effizienter als ein normaler Kurzbogen ist. Mit dem Reiterbogen kann man selbstverständlich auch dann schießen, wenn man kein Pferd hat. Man wird sich wundern, welche Energie in diesem relativ kleinen Spezialbogen steckt. Aufgrund der doppelt rekursiv geschwungenen Wurfarme läßt er sich butterweich spannen. Er ist kräftig und trotzdem kurz genug, um einen Reiter nicht sonderlich zu behindern, und er eignet sich ebenfalls für Schüsse aus kniender Position heraus. Der Bogen besteht oft aus Bergahorn, Ahorn- oder Eschenholz. Dort, wo die Sehne eingehängt wird, sind die Bogenenden zusätzlich mit Hartholz versehen. Die Wurfarme sind mit Leder ummantelt. Edle Ausführungen haben eine Umwicklung aus Fischleder sowie Hornauflagen im Bereich der Bogenenden und des Griffes. Er ist ideal für Schützen, die großen Wert auf Geschwindigkeit legen. Das Zuggewicht liegt zwischen 15 und 60 Kilogramm, er schießt etwa 80 bis 120 Meter weit. Wenn der Reiterbogen traditionell geformt und sein Griff symmetrisch ist, ist er von Rechts- und Linkshandschützen verwendbar.

Werte


Gewicht: 0,5 - 1,5 kg



Schusskraft: 8 - 26
Mindeststärke: 6 - 11
Reichweite: 80-120 m



Preis: 10 Drachme

Eigenschaften

Länge (gespannt): 120cm
Zugkraft: 40 - 130 lbs
max. Zugweite: 100cm

Verbreitung und Kosten

Der Reiterbogen ist bei Hochkulturen, mit berittenen Bogenschützen sehr verbreitet, wobei die Bögen sehr wertvoll sind. Bei Naturvölker sind diese Bögen der wertvollste Besitz, den man haben kann.

Herstellung

Die Wurfarme bestehen aus mehreren einzelnen Bauteilen, die aus Horn und Holz zusammengeleimt und mit Knochen versteift werden. Das in Streifen geschnittene Holz wird für eine längere Zeit abgelagert, dann mehrmals gebeizt und trockengelegt. Diese Arbeitsgänge sollten die Flexibilität, Lebensdauer und Klebbarkeit des Materials verbessern. An die Innenseite des vorgespannten Holzes wurde mit großer Kraft ein Bündel aus tierischen Sehnen gepresst. Auf der anderen Seite des Rohlings wurden aus Tierhörnern geschnittene Hornplatten geleimt. Der fertig gestellte Bogen wird zum Schutz vor Nässe mit dünnem Leder ummantelt, und oft mit Motiven verziert.

Werkzeuge

  • Zieheisen (Ein Messer kann auch verwendet werden, erschwert die Herstellung aber um 2 Punkte).
  • Spannvorrichtung um ein gleichmäßiges Abtragen des Bogenholzes zu gewährleisten. Eine solche Vorrichtung besteht mindestens aus einer Klemmmöglichkeit mit max. 10cm breite und einer mindestens 3m langen Schnur.
  • Schnitzmesser zur Ausgestalung der Details (Sehnenbefestigung, etc.)

Material

  • ein passendes Stück Bergahorn, Ahorn- oder Eschenholz
  • sehr guter Leim
  • Leder
  • Horn bzw. Hartholz
  • Der Bogen ist erst fertig, wenn er mit einer Sehne bespannt wurde.

Arbeitsschritte

  1. Handwerk -> Holzbearbeitung -> Bogenbau mit 12 Erfolgen gegen eine Schwierigkeit von 11. Der Grundzeitraum ist 40 Stunden gesamt, über 3-12 Monate dauer

Varianten

 
 
 
     
 
gegenstaende/fernkampfwaffen/reiterbogen.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2016 00:24 (Externe Bearbeitung)