Primitivbogen

Primitivbogen ist ein Bogen einfacher Bauweise. Er kann aus nur Grünholz (z.B. Haselnussstrauch) oder aus Kombination aus Grünholz und Sehnen hergestellt werden.

Werte


Gewicht: 0,5 - 1 kg


Mindeststärke: 6 - 12
Genauigkeit: 1-3
Wirkungsgrad: 0,5



Preis: variabel

Eigenschaften

Länge (ungespannt): 120 - 200 cm
Zugkraft: 20 - 60 Pfund
max. Zugweite: 100cm

Verbreitung und Kosten

Wird selten zum Verkauf angeboten, da diese Art der Bogen nicht lange hält und im Normalfall nicht sehr qualitativ ist. Ist unter Naturvölker als improvisierte Schusswaffe oder Kinderspielzeug sehr verbreitet. Ist im Prinzip eine Survivial-Waffe.

Herstellung

Für die Herstellung benötigt man keine Spezielle Werkstatt oder Werkzeuge. Das ganze Herstellungsprozess kann am Lagerfeuer oder in einer Küche stattfinden. Man benötigt einen oder besser mehrere (es ist besser, mehrere Rohlinge zu haben), in der Mitte ca. 5 bis 6 cm dicke, junge Bäume. Die Rohlinge werden entrindet und über Nacht an einem kühlen Ort gelagert. Nach einer Lagerung von mindestens 6 Stunden wird der natürliche Bogen des Rohlings ermittelt, indem man ein Ende auf den Boden stellt und mit einem Fuß fixiert und das andere Ende senkrecht mit der linken Hand festhält. Mit der rechten Hand greift man in die Mitte des Rohlings und prüft, in welche Richtung sich der Rohling am besten biegen läßt, ohne sich zu verdrehen. Dies wird die Richtung des Bogens. Der Bogen wird getrimmt, indem in langen Strichen die beiden Enden mit einem Hobel, Zieheisen oder Messer dünner geschabt werden. Danach wird der Rohling wieder einige Tage abgelagert und dann feuergehärtet, indem das Holz über starker Glut (z.B. Holzkohle) bewegt wird, ohne daß die Oberfläche anbrennt. Nach dem Feuerhärten wird das Holz wiederholt mit Fett oder Öl eingerieben, bis das Holz nichts mehr absorbieren kann. Jetzt können die Enden noch weiter ausgeformt werden, um noch elastischer zu werden und die Sehne zu halten (einkerben). Ist diese Arbeit fertig, werden die Enden mit nasser Sehne umwickelt und mit Kiefernharz verklebt. Wenn die Sehne ausgehärtet ist, kann der Bogen mit Sehne gespannt werden. In diesem Fall ist die „Bogensehne“ wörtlich zu nehmen. Die Bogensehne wird aus getrockneter, zerfaserter und wieder angefeuchteter Sehne hergestellt. Zunächst wird mit Zeigefinger und Daumen aus einigen feuchten Fasern ein Faden gedrillt, bzw. gesponnen. Um diesen Faden wird ein anderer Faden schraubenförmig gewickelt. Darum wird dann in anderer Richtung ein weiter Faden gewickelt, so daß die Wicklungen über Kreuz liegen. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Dicke erreicht ist. Danach werden die Enden verspleißt und die Oberfläche mit Speichel glatt gerieben. Die Sehne muß jetzt in leicht gespannter Position austrocknen. Beim Trocknungsprozeß kleben dann die feuchten Sehnenfasern zusammen. Die Sehnenmitte sollte man zum Schutz vor Abnutzung mit dünnem Garn umwickeln.

Werkzeuge

  • Messer
  • Evtl. Ziehklinge

Material

  • beliebiges, elastisches Grünholz mit einem Querschnitt von mind. 6 cm
  • Fett oder Öl
  • Kleber (Kiefernharz)
  • Der Bogen ist erst fertig, wenn er mit einer Sehne bespannt wurde.

Arbeitsschritte

  1. Handwerk -> Holzbearbeitung -> Bogenbau mit 5 Erfolgen gegen eine Schwierigkeit von 6. Der Grundzeitraum ist 4 Stunden, pro überzähligem Erfolg können 30min gespart werden (bis zu einem Minimum von 2 Stunden).

Varianten

 
 
 
     
 
gegenstaende/fernkampfwaffen/primitivbogen.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2016 00:24 (Externe Bearbeitung)