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forum:neuer_spieler_neue_rasse [27.11.2016 00:24] (aktuell)
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 +===== Die Sin'​tuhka =====
  
 +Die Sin'​tuhka sind eine Bär-Humanoiden-Hybrid Rasse. Sie leben abgeschieden und größtenteils isoliert im Eisklauengebirge,​ nördlich der Seraphim Provinz Varkutien, und unterhalten nur wenig Kontakt mit den anderen Völkern. Sie leben in Symbiose mit den Trakosa, einem einstigen Nomadenvolk,​ welches sie als ihre Schützlinge betrachten.
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 +Ihre Gesellschaft ist in Kasten unterteilt, die sie aber selbst nicht als Kasten sondern als Berufungen bezeichnen. Jeder Sin'​tuhka wird von seiner Geburt an bis zu seinem Tod durchgehend einer dieser Kasten zugeordnet und bleibt Zeit seines Lebens seiner Kaste verpflichtet. Ein Wechsel der Kasten kommt nur sehr selten vor, ein Wechsel innerhalb einer Kaste in eine andere Unterkaste (von den Sin'​tuhka verwirrenderweise ebenfalls Berufung genannt) ist hingegen jedoch völlig normal.
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 +Jede der Kasten widmet sich einem stark spezialisierten Aspekt des Lebens und ist dem zu Folge auf die Dienste der anderen Kasten angewiesen. So entstand im Laufe der Geschichte der Sin'​tuhka eine starke Abhängigkeit zwischen den Kasten, die zu einem einzigartigen Sozial- und Wirtschaftssystem geführt hat.
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 +==== Physiologie ====
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 +Ein durchschnittlicher Sin'​tuhka in mittlerem Alter ist etwa 2 bis 2.40 Meter groß und wiegt etwa 150 bis 200 Kilogramm. Sie haben von Natur aus eine harte, etwas ledrige Haut und dichtes, kurzes Fell, das ihnen einen natürlichen Schutz gegen Verletzungen und eine hohe Resistenz gegen Kälte verleiht.
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 +Sin'​tuhka werden etwa 300 bis 400 Jahre alt. Da sie aufgrund ihrer Anatomie oft starke Resistenzen gegen Krankheiten,​ Verletzungen und anderen äusseren Einflüssen entwickeln, erreichen viele der Sin'​tuhka ein hohes Alter. Mit etwa 65 Jahren gilt ein Sin'​tuhka innerhalb seines eigenen Volkes als voll ausgewachsen. Physisch ist ein Sin'​tuhka nach etwa 30 bis 35 Jahren ausgewachsen,​ seine geistige Reife wird ihm von seinen Brüdern und Schwestern allerdings erst mit dem Abschluss seiner ersten Berufung zugesprochen,​ welche meist 20 bis 40 Jahre dauert.
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 +Da Sin'​tuhka ihr ganzes Leben einigen wenigen Aufgaben widmen und aufgrund der Mutationsneigung ihres Erbguts entwickeln sie im Laufe ihres langen Lebens oft starke physische Affinitäten zu ihren Aufgaben. So gibt es große, wahrlich bärenstarke Krieger, aber auch relativ kleine Gelehrte - oft nicht größer als ein hoch gewachsener Mensch. Dieser Unterschied in Erscheinung und Verfassung ist bei den Sin'​tuhka wesentlich stärker ausgeprägt als bei vielen anderen Völkern.
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 +Sin'​tuhka haben zwei Herzen, wovon eines leicht kleiner als das andere ist. Sollte eines der Herzen verletzt werden oder aus einem anderen Grund ausfallen, kann das jeweils andere Herz temporär dessen Aufgaben mit übernehmen und so den Kollaps des Systems verhindern. Diese Zusatzleistung führt aber oft zu unangenehmen Nebenwirkungen - wie z.B. Erschöpfung,​ emotionellen Schwankungen und hohem Nahrungsverbrauch. Schafft es der Körper nicht das ausgefallene Herzen wieder zum Schlagen zu bringen, kann es auch vorkommen, dass das aktive Herz während dieser Mehrbelastung leicht mutiert und so in der Lage ist, diese Leistung dauerhaft zu erbringen. Solche eine Veränderung hat aber auf das gesamte System Konsequenzen,​ da dieses nun insgesamt nicht mehr so stark belastet werden kann bevor es zusammen bricht.
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 +Anders als die meisten anderen Rassen verfügen Sin'​tuhka nicht über ein einzige große Lunge, sondern über mehrere kleinere Lungen. Dies hat zur Folge, dass selbst beim Ausfall einer Lunge weiter die Sauerstoffversorgung des ganzen Körpers sicher gestellt ist. Auch können sie aufgrund ihrer vielen kleinen Lungen sehr schnell Sauerstoff aufnehmen und so selbst über lange Zeiträume hinweg hohe physische Leistungen erbringen.
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 +Der Körper eines Sin'​tuhkas produziert ständig überschüssige Blutkörperchen und andere Zellen, die er speichert, bis sie entweder gebraucht werden oder durch jüngere Zellen ersetzt werden. Diese Überschusslagerungen werden vom Körper eingesetzt, wenn der Sin'​tuhka Verletzungen erleidet oder erkrankt, und verhelfen ihm zu einer rasanten Regeneration. Sin'​tuhka können so selbst schwerste Verletzungen ohne dauerhafte Schäden überstehen. Allerdings führt dies auch zu einem hohen zusätzlichen Energieverbrauch,​ so dass Sin'​tuhka zeitweise sehr große Mengen Nahrung zu sich nehmen müssen. Ein Austauschzyklus dauert etwa zwei Monate. Gegen Ende des Zyklus fängt der Sin'​tuhka an mehr Nahrung als üblich zu sich zu nehmen, bis der Körper seinen Energiehunger gestillt hat und der Sin'​tuhka wieder normale Nahrungsmengen verzehrt. In der Sprache der Trakosa gibt es ein Sprichwort für dieses Verhalten. In das Imperiale übersetzt würde es in etwa lauten "einen Bärenhunger haben"​.
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 +Sin'​tuhka können sich sowohl auf allen Vieren wie auch aufgerichtet auf ihren beiden Hinterläufen bewegen. Sie machen von ihrer Fähigkeit auf allen Vieren zu Laufen meist nur in Gefahrsituationen Gebrauch oder um schwere Lasten zu tragen.
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 +Die Bildung von Krallen an den Pfoten ähnlichen Händen ist selten und wird meist als klares Zeichen für ein Kriegerschicksal verstanden. Diese wenigen Sin'​tuhka werden dann einer besonders langen und intensiven Ausbildung unterzogen und agieren meist als Leibwächter wichtiger Persöhnlichkeiten,​ z.B. Ältester oder Botschafter. Ihre herausragende Größe und Stärke, zusammen mit ihren Pranken, hinterlässt oft ein eindrucksvolles Bild.
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 +==== Kontakt mit anderen Völkern ====
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 +Stark von ihrer Isolation geprägt hatten die Sin'​tuhka in ihrer ganzen Geschichte nur relativ wenig Kontakt mit anderen Völkern und nur mit den wenigsten überhaupt engere Verbindungen. Dies begründet sich zu großen Teilen auf ihrer Mentalität. Sin'​tuhka halten sich stark an ihre Traditionen und jede Kaste legt ihren Mitgliedern einen Verhaltenskodex auf, der ihre Interaktion mit Vertretern anderer Kasten und Mitgliedern anderer Völkern regelt.
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 +Nur einer Handvoll Aussenstehender wurde jemals Einblick in das Kastensystem gewährt und so ist es für andere Völker oft verwirrend, nach welchem Muster sich Sin'​tuhka verhalten. In einer Situation mag ein bestimmter Sin'​tuhka als Anführer oder Befehlshabender erscheinen und im nächsten Moment verhält er sich wie ein gewöhnlicher Handwerker oder niederer Soldat. Nach Auffassung der Sin'​tuhka ist in besonderen Situationen nicht der soziale, militärische,​ politische oder wirtschaftliche Rang eines Sin'​tuhka von Bedeutung sondern alleine seine Ausbildung. Die Sin'​tuhka kennen zwar in jedem Aspekt ihres Lebens Ränge solcher Art, es ist aber Teil jedes Verhaltenskodex jeder Kaste, dass in besonderen Situationen immer der Sin'​tuhka Anweisungen gibt, der die für die Situation beste Ausbildung erfahren hat. Besonders in Verhandlungen über Handelsabkommen mit Vertretern anderer Völker hat dieses Verhalten zu Misverständnissen geführt, denn selbst für die wenigen Eingeweihten aussenstehender Völker ist es nicht leicht ersichtlich,​ wann diese besonderen Situationen eintreten und wann doch der Rang eines Sin'​tuhka Vorrang hat.
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 +In der großen Halle der Ahnen ist ein Zwischenfall mit Vertretern einer menschlichen Siedlung verzeichnet,​ der als "​Verrat des Rothügels"​ untern den Sin'​tuhka bekannt ist. Die Sin'​tuhka hatten einen Botschafter in die Siedlung geschickt, um über ein Handelsabkommen zu verhandeln. Mit Hilfe seines Übersetzers führte der Botschafter Gespräche mit dem Anführer der Menschen. Als der Mensch das Abkommen jedoch um weitere Handelsaspekte erweitern wollte, schwieg der Botschafter und ein bisher im Hintergrund stehender, einfach gekleideter Sin'​tuhka übernahm seine Rolle. Der Anführer der Menschen fasste es als Beleidigung auf, nur noch mit einem niederen Vertreter verhandeln zu sollen. Nach mehrmaligen Auffordern änderte sich auf Seiten der Sin'​tuhka nichts und im Zorn ordnete der Mensch die Gefangennahme des Wortführers bis der Botschafter sich entschuldigen würde. Als sich die menschlichen Wachen den Sin'​tuhka mit gezogenen Waffen näherten bezogen die Sin'​tuhka Leibwächter Positionen um den Botschafter und sein kleines Gefolge. Die Situation eskalierte als der Hauptmann der Menschen vermitteln wollte und seine Annäherung an die Gruppe als Angriff verstanden wurde. Ein kurzer, heftiger Kampf folgte, in dem beinahe alle Sin'​tuhka der Überzahl an Menschen erlagen, jedoch nicht ohne dem Botschafter mit ihrem Leben einen Weg ins Freie zu bahnen. Der Botschafter entkam mit der Hilfe seiner letzten Leibwache und erreichte schlieslich Syun'​inoc,​ erlag jedoch wenige Stunden nach Ankunft seinen schweren Verwundungen.
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 +Als die Ältestenräte von dem Verrat erfuhren tobte der Erste Behüter des Tors, Anführer der Kriegerkaste,​ und verlange die Auslöschung des gesamten Menschenstammes. In Trauer um seinen Bruder, den Botschafter,​ stellte sich der Erste Hüter des Wissens hinter den Ersten Behüter und nach kurzer Diskussion war der Angriff beschlossen. Innerhalb weniger Tage sammelten die Sin'​tuhka eine Streitmacht und begannen den Marsch auf die Menschensiedlung. In einem langen Gewaltmarsch umging die Hälfte der Angriffsstreitmacht während der Nacht die Siedlung und die Menschen erwachten in einer umzingelten Stadt. Das Blutbad welches folgte sollte als "Rache am Rothügel"​ in die Geschichte der Sin'​tuhka eingehen. Es wurde nur der Anführer der Menschen am leben gelassen. Er verbrachte den kurzen Rest seines Lebens in den Höhlen der Bergfestung Tor der Klauen, dem Hass der Krieger- und Botschafterkaste ausgesetzt.
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 +Obwohl dieser Vorfall Dekaden an Jahrhunderten zurück liegt, erzählen sich Sin'​tuhka noch immer die Geschichte vom "​Verrat des Rothügels"​. Da ihnen die uralten Archive ihrer Vorfahren nur zu einem kleinen Teil zugänglich sind, verfügen die Sin'​tuhka nur noch über wenige Niederschriften,​ die von diesem Vorfall berichten. Troztdem wird diese Geschichte in Ausbildungen innerhalb ihrer Art immer wieder als Beispiel angeführt, warum die Sin'​tuhka besser unter sich bleiben sollten. Diese Mentalität der Abschottung und Isolation verstärkte sich im Laufe der Zeit immer mehr und erreichte ihren Höhepunkt mit dem Beginn des ersten großen Krieges. Einzig die Trakosa stellten eine Ausnahme in dieser Entwicklung da, die Sin'​tuhka selbst sehen sie aber nicht als Ausnahme im Verhalten mit anderen Rassen sondern als Teil ihrer eigenen Kultur.
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 +==== Die Trakosa ====
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 +Seit dem Ende des ersten Kriegs öffneten sich die Sin'​tuhka ihren Nachbarvölkern ein wenig, in der Hoffnung Verbündete gegen ihre Feinde zu finden. Sie fanden diese Verbündeten in einem menschlichen Nomadenstamm,​ der entlang des nördlichen Rands des Eisklauengebirges lebte, den Trokasa Stamm. Die Sin'​tuhka hatten die Lektionen der Vergangenheit nicht vergessen und waren nur sehr zögerlich bereit mit den Trokasa Kontakt zu unterhalten,​ doch die sich ständig verschlechternde Beizehung mit ihren Feinden zwang den Ältestenrat zum Handeln. Es wurden Handelsabkommen geschlossen und ständige Kontaktmöglichkeiten geschaffen. Mit den Jahren lernten die Sin'​tuhka ein wenig Vertrauen in die Menschen des Trokasa Stammes zu setzen, obwohl sie anderen Völkern und insbesondere den Menschen weiter mistrauisch bis feindselig gegenüber standen. Ein bestimmtes Ereignis sollte dieses Vertrauen so stark festigen, dass die Sin'​tuhka es seit her niemals vergessen haben.
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 +=== Das Opfer der Trakosa ===
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 +Beim Überfall eines mit den Sin'​tuhka verfeindeten Menschenstammes auf eine große Jagdgruppe im Norden von Tiran'​inoc,​ der westlichsten dauerhaften Siedlung der Sin'​tuhka,​ wurde beinahe die Hälfte des Jagdtrupps getötet und der Rest gefangen genommen. Erst Tage später fand ein Suchtrupp die Kampfspuren und überbrachte die Nachricht an den Ältestenrat von Tiran'​inoc. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt zwar bereits schwer befestigt, verfügte aber kaum über mobile Truppen. Nach langer Diskussion entschied der Rat es sei zu gefährlich und aussichtslos einen Kriegstrupp in das Kerngebiet der Njamak, des verfeindeten Stammes, zu entsenden. Es wurde Nachricht an die Trokasa Gruppen geschickt, sie sollen Ausschau nach Überlebenden halten. Die Trokasa unterhielten neutrale Verbindungen zu den Njamak und konnten so für Tribut durch ihr Gebiet ziehen. Nach nur wenigen Wochen traf eine große Gruppe Trakosa auf ein Lager der Njamak, in dem auch die Sin'​tuhka gefangenen gehalten wurden. Das Lager war tief im Gebiet der Njamak, dennoch entschied sich der Anführer der Trokasa für einen waghalsigen Plan. Er schickte Nachricht an die kleineren Gruppen Trokasa, die ausserhalb der Hauptgruppe durch das Land zogen, sich aber stets in relativer Nähe zu ihr befanden. Nach dem die Boten zurück gekehrt und alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, griff der Trokasa Stamm das Njamak Lager an und befreite die gefangenen Sin'​tuhka. Die Njamak waren eine kriegerische Kultur während die Trokasa nomadische Jäger und Sammler waren und so forderte der Angriff einen hohen Blutzoll von den Nomaden. Erzürnt über den hinterlistigen Angriff verfolgten die Njamak die Trokasa auf ihrer Flucht nach Tiran'​inoc und viele Trokasa opferten sich in aussichtslosen Kämpfen, um das Leben ihrer Brüder und Schwestern und auch das der Sin'​tuhka zu retten. Die Trakosa konnten ihren tollkühnen Plan erfolgreich ausführen und erreichten Tiran'​inoc ohne auch nur einen einzigen Sin'​tuhka auf dem Weg zu verlieren. Sie schafften dies, obwohl die Sin'​tuhka ausgehungert und schwach waren, alleine aufgrund der Opferbereitschaft der Trokasa. Sie verzichteten auf Nahrung und Schlaf zugunsten der Sin'​tuhka und kämpften an ihrer Statt gegen die Njamak. Der Erfolg sollte die Trokasa teuer zu stehen kommen, denn fast ein Viertel der Trokasa aller Gruppen wurde im Laufe der Flucht geötet und mehr als ein weiteres Viertel versklavt.
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 +Als die Trokasa mit den Njamak im Nacken endlich Tiran'​inoc erreichten kamen ihnen Sin'​tuhka engegen. Sie waren derart überrascht von dem Verhalten der Trakosa und dem Wiedersehen ihrer vermissten Artgenossen,​ dass sie beinahe von den Njamak eingeholt wurden. Angesichts der anrückenden Njamak ritt der Anführer der Trokasa, Kliran der Blutsbruder wie er später genannt werden sollte, vor das große Tor von Tiran'​inoc und schrie mit Leibeskräften Einlass für seine Leute verlangend. Nie zuvor war einem Aussenstehenden Einlass in eine Stadt gewährt worden, doch als der Ältestenrat von dem Ereignis erfuhr stürmten die Ersten von Tiran'​inoc zum Tor und liesen es sofort öffnen. Kurz bevor die Njamak die Trokasa erreichten rückten sämtliche Truppen von Tiran'​inoc aus, um sich ihren Feinden zu stellen bevor diese die Retter ihrer Brüder und Schwestern abschlachten konnten. Rasend vor Wut griffen die Njamak die Trokasa an, wurden aber von den Sin'​tuhka Truppen zurück geschlagen. Nicht ein einziger Njamak überlebte und noch in der selben Woche wurde ein [[Kreis der Ältesten]] einberufen und ein Vergeltungskreuzzug beschlossen. Innerhalb von zwei Wochen fanden Kampfhandlungen entlang der gesamten Grenze zwischen dem Gebiet der Njamak und Sin'​tuhka statt und die Njamak wurden langsam aber sicher zurück gedrängt. In manchen erbittert gefochtenen Kämpfen nahmen sogar [[Sin'​taoki]] teil. Der Kreuzzug sollte erst viele Jahre später endgültig mit der Auslöschung der wenigen verbliebenen Njamaksiedlungen durch rivalisierende Menschenstämme enden, doch nach nur wenigen Monaten des Kreuzzugs stellten die Njamak keine Gefahr mehr für die Sin'​tuhka und Trakosa da. In Erinnerung an den wagemutigen Plan des Trakosaanführers und die Aufoperung seiner Leute wird dieser Abschnitt der Sin'​tuhka und Trakosa Geschichte als "Das Opfer der Trakosa"​ bezeichnet.
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 +=== Die Verschmelzung ===
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 +Obwohl der Kreuzzug erfolgreich war und die Njamak dem Heer der Sin'​tuhka nicht gewachsen waren, kam die Offensive die Sin'​tuhka teuer zu stehen. Der labile Frieden mit den anderen Völkern und bröckelnde Handelsbeziehungen forderten von den Sin'​tuhka immer höhere Abgaben und gegen Ende des Kreuzzugs sahen sich die Sin'​tuhka gezwungen mit uralten Traditionen zu brechen, um sich Versorgungsgüter erhandeln zu können. Während der Dauer des Kreuzzugs wurde den Trakosa unbeschränkter Zugang nach Tiran'​inoc gestattet und die Beziehungen zwischen den beiden Völkern verbesserten sich zusehendst. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte öffnete sich die Kultur der Sin'​tuhka gegenüber dem Einfluss einer anderer Rasse und die Sin'​tuhka profitierten enorm von dem Wissen der Trakosa. Diese begannen mit ihren eigenen Traditionen zu brechen und ihr Nomadenleben zugunsten der Sicherheit einer befestigten Stadt auf zu geben. Nach einigen Jahren lebten mehr von ihnen dauerhaft in Sin'​tuhka Gebiet als es noch nomadische Trakosa gab.
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 +Kurz nachdem die Trakosa nach Tiran'​inoc eingelassen wurden kam der Kreis der Ältesten im [[Heiligtum der Bäume]] zusammen und beschloss den folgenden Kreuzzug. Kliran, der Anführer der Trakosa, wurde zuvor in die Festung der Klauen gerufen und von dort aus in das Allerheiligste der Sin'​tuhka geführt. Dieses Ereignis ist einzigartig in der Geschichte der Sin'​tuhka,​ denn vor und nach Kliran wurde niemals ein Aussenstehender,​ völlig egal um wen es sich handelte oder welches Amt er bekleidete, in das [[Heiligtum der Bäume]] eingelassen. Dort, im Kreise der ältesten und mächtigsten Sin'​tuhka,​ wurde ihm der Titel [["der Blutsbruder"​]] verliehen und die [[Ersten der Ersten]] schworen, dass die Trakosa in den Grenzen der Sin'​tuhka den selben Schutz gewährt würde, wie den Sin'​tuhka selbst. Mit dem Titel wurde ihm ein Talisman besonderer Art übergeben, der bis dahin nur den höchsten politischen Amtsträgern der Sin'​tuhka vorbehalten war. Seit diesem Tag gilt dieser Talisman als Zeichen der obersten Führerschaft innerhalb der Trakosa und er gestattet dem rechtmäßigen Träger Zugang zu beinahe allen Sin'​tuhka Stätten und Einrichtungen.
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 +Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem man die Trakosa als permanenten Bestandteil des Sin'​tuhka Reiches sehen kann, aber im Laufe der Jahrzente kamen und gingen die Generationen der Nomaden und wurden immer mehr Teil der Sin'​tuhka Kultur. Da die Sin'​tuhka meistens wesentlich länger leben als die Trakosa wurden oft Patenschaft ähnliche Beziehungen zwischen den Familien der beiden Rassen gebildet, um den Beschützerinstinkt der Sin'​tuhkah gegenüber den Trakosa aus zu drücken. Dieses Verhalten beschleunigte das Verschmelzen der Kulturen noch weiter. Die Trakosa ihrerseits waren nie ein Volk von Kriegern gewesen und konnten sich im Schutz der Sin'​tuhka sicher vor ihren Feinden wähnen. Da sie immer mehr von ihrem nomadischen Wesen Abstand nahmen und dauerhafte Siedlungen innerhalb der Grenzen der Sin'​tuhka oder sogar direkt in ihren Städten bildeten, begannen sie Techniken für ihr neues Leben zu entwickeln oder sich im Handel mit anderen Kulturen an zu eignen. Sie legten Felder an und betrieben Handwerk, lehnten jedoch weiterhin ab, eigene Leute in militärisches Training zu schicken. Die Sin'​tuhka respektierten diesen Wunsch ihrer neuen Brüder und die Trakosa dankten es ihnen, in dem sie mit den Sin'​tuhka ihr Wissen und ihr Hab teilten.
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 +=== Symbiose ===
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 +Im Laufe der Generationen enstand eine duale Kultur, in dem zwar Sin'​tuhka und Trakosa jeweils eine eigene Subkultur für ihre Rasse haben, nach aussen hin jedoch als eine Einheit auftreten. Seit dem zweiten Krieg, in dem beinahe alle Sin'​tuhka Stätten ausserhalb der Festung der Kauen vernichtet wurden, leben die Trakosa fast ausschliesslich im [[Tal der Blutsbrüder]]. Die Trakosa halten sich eng an ihre Tradition kein Kriegervolk zu werden und stellen naheze keinerlei Militär. Aus diesem Grund flohen sie im zweiten Krieg im Schutze der Sin'​tuhka Armeen und sammelten sich immer mehr im [[Wald in den Bergen]]. Nach dem Ende des Krieges zogen sich die Sin'​tuhka in und hinter die [[Festung der Klauen]] zurück und die die Trakosa sahen sich gezwungen entweder den Schutz der Sin'​tuhka zu verlassen oder sich im [[Wald in den Bergen]] nieder zu lassen. Die allermeisten entschieden sich für den Schutz der Sin'​tuhka und bald wurde der wenige Platz im vordersten Tal knapp.
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 +Da viele der ihren im Krieg gefallen waren und die Poppulation der Sin'​tuhka dadurch stark geschrumpft war, entschied der Ältestenrat,​ dass das vorderste Tal des Walds in den Bergen von nun ab für die Trakosa vorbehalten sei. In Erinnerung an ihren Vorfahren Kliran wählten die Trakosa den Namen "Tal der Blutsbrüder"​ führ ihre neue Heimat und begannen den Aufbau ihrer Siedlung. Stärker als jemals zuvor waren die beiden Kulturen auf einander angewiesen und die engen Beziehungen zwischen den beiden Völkern wurden zu einer Symbiose. Es ist für Sin'​tuhka und Trakosa unvorstellbar geworden, dass sich eines der beiden Völker jemals aus dieser Symbiose entfernt.
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 +==== Kultur ====
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 +Die Sin'​tuhka halten sich seit je her sehr stark an ihre Traiditionen was zu einer beinahe einheitlichen Kultur geführt hat. Die wenigen Aspekte ihrer Kultur, die sich unterschiedlich entwickeln konnten als die Sin'​tuhka begannen Städte ausserhalb des Waldes in den Bergen zu errichten, wurden wieder angeglichen als die Sin'​tuhak während des Zweiten Krieges vollständig hinter die Festung der Klauen zurückgedrängt wurden. Seit her leben sie in einer großen Gemeinschaft,​ die alle Täler umspannt, so dass sich beinahe keine kulturellen Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppierungen gebildet haben.
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 +=== Geschichtliche Entwicklung ===
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 +Sie selbst unterscheiden ihre kulturelle Entwicklung in zwei zeitliche Epochen, die sie "Vor der Symbiose"​ und "Nach der Symbiose"​ nennen. Die erste Zeitspanne, "Vor der Symbiose",​ umfasst die gesamte Zeit seit der ersten Niederschrift in den Hallen der Ahnen bis zum Bruderpakt mit den Trakosa. In dieser Zeit lebten die Sin'​tuhka,​ obwohl sie auch Siedlungen ausserhalb des Waldes in den Bergen unterhielten,​ stark abgegrenzt von anderen Rassen und versuchten jeglichen Einfluss anderer Kulturen auf ihre eigene zu verhindern. Es war eine Zeit der Abschottung und Isolation, die für die Sin'​tuhka zwar Frieden und Wohlstand brachte, dies aber zum Preis von Entwicklung und Ausbreitung. Es war eine Zeit strikter Traditionseinhaltung und nur wenige Veränderungen fanden ihren Weg in die Kultur der Sin'​tuhka.
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 +Den Beginn der zweiten Epoche ihrer Kultur sehen die Sin'​tuhka im [[Opfer der Trakosa]] und der damit begonnen Verschmelzung der Trakosa und Sin'​tuhka Kulturen. Seit her haben die Trakosa starken Einfluss auf die Entwicklung der Sin'​tuhka gehabt und viele Veränderungen fanden ihren Weg in die alten Traditionen. Zuerst wurden diese Veränderung mit Misgunst wahr genommen, doch kein Sin'​tuhka,​ ob Ältester oder Soldat, sprach sich gegen den Blutsbruder und seine Leute aus. Kilran selbst verbrachte viele Wochen damit, die Ältestenräte von den Vorteilen mancher Veränderungen zu überzeugen,​ trotzdem dauerte es viele Generationen bis die Sin'​tuhka diese Veränderungen vollständig akzeptierten.
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 +=== Sprache, Schrift und Zeichen ===
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 +In ihrer ersten Kulturepoche bedienten sich die Sin'​tuhka hauptsächlich ihrer Steinhauer, um Niederschriften an zu fertigen. Sie gruben gewaltige Hallen in das Gebirge um sie herum und verzierten ihre Wände, Säulen und Decken mit in den Stein gehauenen Bildern. Noch heute sind die Täler des Waldes in den Bergen und die Hallen der Festung der Klauen durchsetzt mit verzierten Säulen, Statuen und Deckenbildern. Auch wenn die Trakosa mit ihrem Pappyhl den Sin'​tuhka ein wesentliches besseres Material als Stein zur Verfügung stellten gibt es selbst nach all den Jahrhunderten immer noch die Kaste der Steinhauer, "​Former des ewigen Schutzes"​ genannt, und sie geniesen nach wie vor hohes Ansehen ob ihrer Kunst.
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 +Die Symbiose der Trakosa brachte den Sin'​tuhka viele Veränderungen und eine der wichtigsten war [[Pappyhl]]. Obgleich die Trakosa ein Nomadenvolk waren, hatten sie ein Material entwickelt, mit welchem sie leichte und einfach zu erzeugende Niederschriften anfertigen konnten. Sie teilten das Wissen um dieses Material mit den Sin'​tuhka und obwohl die Abneigung der Sin'​tuhka gegenüber Veränderungen den Vorgang in die Länge zog, wurde Pappyhl zum bevorzugten Material für Niederschriften in der Sin'​tuhka Kultur. Die uralten Archive, voll mit großen Steinplatten,​ wurden auf dem neuen Pappyhl erfasst und ganze Bibliotheken entstanden nur auf Basis des neuen Materials. Wie so oft dauerte es lange bis die Sin'​tuhka diese Veränderung akzeptierten doch seit her gibt es ganze Kasten, die den Umgang mit Pappyhl unterrichten und fördern.
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 +Die Sprache und das Zeichensystem der Sin'​tuhka sind genau wie ihre kulturelle Entwicklung zweigeteilt. Seit die Trakosa aufgenommen wurden, exisiteren parallel zu beiden traditionellen auch neuere Systeme, die aus dem Zusammenleben von Trakosa und Sin'​tuhka entstanden.
 +
 +== Daklojis'​ghe,​ Worte der Bewahrer ==
 +
 +Dakojis'​ghe oder die Worte der Bewahrer, wie sie sie selbst nennen, ist die uralte Sprache der Sin'​tuhka. Laut der heiligen Schriften in den Hallen der Ahnen geht die Schrift auf die ersten Sin'​tuhka zurück und hat Jahrtausende überdauert ohne größere Veränderungen zu erleben. Den Sin'​tuhka ist ihre Sprache heilig und sie hüten ihre Geheimnisse wie ihre eigenen Leben. Gebunden an Traditionen so alt wie die Hallen der Ahnen selbst, unterrichten sie beinahe Niemanden in ihrer Sprache. Alleine die höchsten Amtsträger der Trakosa erhalten genug Unterweisung in den Worten der Bewahrer, um den Diskussionen im Ältestenrat folgen zu können.
 +
 +== Turqlan'​ghe,​ Worte der Einigkeit ==
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 +Einige der vielen Veränderungen,​ die die Symbiose mit sich brachte, war das Bedürfnis nach einer gemeinsamen Sprache, die beide Völker verstehen und sprechen konnten. Die Sin'​tuhka hatten Schwierigkeiten die Sprache der Trakosa zu erlernen und ihre Traditionen verboten es ihnen, ihre eigene zu offenbaren. Daher entstand im Laufe der Jahrzente eine Mischung der beiden Sprachen, die mitlerweile Turqlan'​ghe genannt wird. Die Sin'​tuhka selbst nennen diese Sprache oft Worte der Einigkeit, da die Sprache aus der Vereinigung der beiden Völker enstand.
 +
 +== Schrift ==
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 +Die Runenschrift der Sin'​tuhka ist eine Mischung aus Wort- und Bildzeichen. Ihre Ablehnung vor Veränderungen spiegelt sich auch in ihrer Schrift wider und so fügten die Sin'​tuhka im Laufe der Zeit eher neue Bild- als Wortzeichen in ihre Schrift ein. Erst nach vielen Jahrzenten und manchmal Jahrhunderten Benutzung wird ein Bildzeichen langsam in ein Wortzeichen übersetzt und in das System aufgenommen. So entstand erst fast 100 Jahre nach ihrem ersten Kontakt ein Wortzeichen für Zentauren, welche das bis dahin benutzte Bildzeichen,​ nämlich einen Mensch gefolgt von einem Pferd, ersetzte. Aus diesem Grund unterscheiden sich Niederschriften verschiedener Zeitalter teilweise enorm voneinander. Wo in jüngeren Schriften fast ausschliesslich Wortzeichen benutzt werden, finden sich in älteren Schriften meist noch Bildzeichen für die selben Ausdrücke.
 +
 +
 +
 +==== Übersicht Regelrelevanter Details ====
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 +Erschaffungskosten:​ 840 GP
 +
 +Rassenmodifikationen:​
 +  * Stärke +3
 +  * Konstitution +3
 +  * Geschicklichkeit -1
 +  * Charisma -1
 +  * Intuition -1
 +  * Intelligenz -1
 +  * NRS 3
 +  * Härte +2
 
 
 
     
 
forum/neuer_spieler_neue_rasse.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2016 00:24 (Externe Bearbeitung)